Politiker und Bürger besichtigen mit Architekt Illgas den fast fertigen neuen Sportplatz
Auf Laufbahnen fehlt nur noch Granulat

Halle (WB/mk). „Das sieht ja schon richtig gut aus“, sagt Wolfgang Bölling angesichts des fast fertiggestellten Sportplatzes Masch. Eine Meinung, die der Haller SPD-Fraktionsvorsitzende nicht exklusiv hat. Denn 15 Sozialdemokraten und interessierte Bürger zeigen sich zum Auftakt der Sommer-Reihe „SPD-Fraktion vor Ort“ vom Fortschritt des aktuell kostspieligsten Bauprojekts der Lindenstadt sehr angetan.

Freitag, 17.07.2020, 05:00 Uhr
Architekt Markus Illgas (Im Vordergrund) stellte die umfangreichen Baumaßnahmen auf der Anlager an der Masch vor.                                                                Foto: Malte Krammenschneider
Architekt Markus Illgas (Im Vordergrund) stellte die umfangreichen Baumaßnahmen auf der Anlager an der Masch vor.                                                                

Ein paar Verbesserungsvorschläge gibt es dennoch. So merken die Sozialdemokraten beim Rundgang mit Architekt Markus Illgas an, dass ihnen bei der Verbindung zwischen Sportplatz und angrenzender Schule sowie dem künftigen Übergang zum zweiten Kunstrasenfeld Rampen für Senioren und Menschen mit Handicap fehlen. „Die Barrierefreiheit ist uns sehr wichtig“, sagt Karin Otte und erntet viel Zustimmung. Fachbereichsleiterin Regina Bresser wird gebeten, diese Maßnahmen noch umsetzen zu lassen.

Probleme mit Boden und Wasser

Ansonsten kann sich der Baufortschritt jedoch sehen lassen, so die einhellige Meinung. Das wird umso deutlicher, als der auf Sportplätze spezialisierte Landschaftsarchitekt Markus Illgas (Büro Ulenberg & Illgas) von den anspruchsvollen Rahmenbedingungen berichtet. So mussten für den Bau des Sportplatzes samt Laufbahn zum Beispiel Unmengen an Erde aufgeschüttet werden. Zudem bereiteten den Verantwortlichen große Torflinsen im Boden und das hohe Schichtenwasser Probleme.

Inzwischen sieht der Sportplatz mit seinem mit Kork befüllten Kunstrasen, dem Kugelstoßfeld sowie den sechs 100- und vier 400-Meter-Bahnen jedoch nahezu betriebsbereit aus. „Wir müssen lediglich noch eine letzte Schicht Granulat auf die Bahnen bringen. Dafür darf es aber ein paar Tage nicht regnen“, erklärt Illgas. Seinen Worten nach werden heute nur selten Sportplätze komplett neu angelegt: „Meistens ersetzen sie alten Anlagen. Deshalb ist so ein Neubau sehr interessant“. Er geht davon aus, dass der neue Sportplatz nach den Sommerferien eröffnet werden kann. Gleiches hofft Regina Bresser. Sie berichtet, dass sie schon oft gefragt wurde, wann der Sportplatz denn endlich betreten werden dürfe.

Gesamtprojekt kostet mehr als vier Millionen Euro

Außerdem seien für das Gesamtprojekt inklusive des zweiten Kunstrasenplatzes 4,3 Millionen Euro veranschlagt worden. „Das ist der Stand von 2017. Es werden wohl Mehrausgaben auf uns zukommen“, sagt sie. Für den geplanten zweiten Sportplatz lägen noch keine Angebote vor. Konkret wird es jedoch in Sachen Sportlerheim: Das soll nach den Ferien zur Heimat für alle Sportvereine umgebaut werden soll.

Der zweite Termin von „SPD-Fraktion vor Ort“ findet am Donnerstag, 23. Juli, um 17 Uhr am Sandforther See statt.

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