Auch ohne Großveranstaltungen: Haller Geschäfte planen verkaufsoffene Sonntage
„Wir wollen alle Chancen nutzen”

Halle (WB). Alles ist abgesagt – außer Abstand. Für viele Haller Kaufleute geht es jetzt darum, trotz Coronakrise den Kopf mit Anstand oben zu behalten. Angesichts der geänderten Gesetzeslage für NRW, die bis zu acht verkaufsoffene Sonntage im Jahr erlaubt, will die Haller Interessen- und Werbegemeinschaft (HIW) jetzt mit Kaufleuten und Partnern in der Lindenstadt versuchen, noch in diesem Jahr drei oder vier verkaufsoffene Sonntage hinzubekommen. Dieter Büsselberg (Wine & Spirits): „Wir wollen alle Chancen nutzen“.

Sonntag, 19.07.2020, 05:00 Uhr
Der HIW-Vorstand möchte gern sonntags die Geschäfte öffnen: (von links) Stefan Barz, Sigrun Lohmeyer, Dieter Büsselberg und Maria Carotta. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen
Der HIW-Vorstand möchte gern sonntags die Geschäfte öffnen: (von links) Stefan Barz, Sigrun Lohmeyer, Dieter Büsselberg und Maria Carotta. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Stimmung ist gemischt

Die Haller Geschäftsleute seien sehr unterschiedlich von Lockdown und Einschränkungen betroffen, hat Vorsitzende Sigrun Lohmeyer festgestellt. Dementsprechend sei derzeit auch die „Stimmung wirklich gemischt“. „Wer als Kunde wirklich etwas möchte, ist auch bereit, zwei Stunden mit Schutzmaske bei einer Beratung in Kauf zu nehmen“, sagt Stefan Barz vom Möbelhaus Vollmer. Das Kauf-vor-Ort-Projekt komme Halle gerade zupass, meint Sigrun Lohmeyer. Jetzt könne es sich auszahlen. „Die HIW steht seit 35 Jahren für das Thema Kauf-im-Ort. Wir werden alle Herausforderungen annehmen und logischerweise mit den Leuten in den Arbeitsgruppen planen.“

Dazu gehört für die HIW vor allem, in den nächsten Tagen Klinken zu putzen – und zwar nicht nur bei eigenen Mitgliedern. In persönlichen Gesprächen mit 30 bis 40 Gewerbetreibenden will der Vorstand abklopfen, ob und welche Ideen es gibt und was überhaupt im Rahmen des Möglichen liegt.

Rahmenprogramm zur Sonntagsöffnung geplant

Erste Überlegungen zielen auf vier Sonntagstermine, von denen die meisten normalerweise an Traditionsfeste in Halle gebunden sind: Der Haller Herbst fällt in diesem Jahr aus, aber am 6. September könnte man die Geschäfte öffnen. Ebenfalls denkbar in den Vorstandsreihen sind ein Westfalen-Tag am 4. Oktober, offene Läden am 8. November (statt Laternenmarkt) sowie am (1. Advent/Nikolausmarkt-Wochenende). Sigrun Lohmeyer: „Wenn es keinen weiteren Lockdown gibt, können wir zuversichtlich sein.“ Zu diesen Terminen plant die HIW – unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen – jeweils auch ein kleines Rahmenprogramm in der Innenstadt.

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