Stadt fragt die Bürger online und auf Papier nach ihren Wünschen für die Umgestaltung von Plätzen und Straßen.
Wie soll es am Haller Herz aussehen?

Halle (WB). Eine Rollatorspur fehlt? Es gibt zu wenig  Parkplätze oder Sitzbänke oder Grünanlagen? Wer Vorschläge und Ideen hat für die Straßen und Plätze in der Haller Innenstadt, wer seine Meinung zum Pflaster, zur Ausstattung mit Mülleimern oder zur Erreichbarkeit mit dem Auto abgeben möchte, der findet jetzt offene Ohren im Rathaus. Bis Ende September läuft noch eine Online-Umfrage zur Umgestaltung von Halles guter Stube. Wer die Fragen lieber auf Papier beantwortet, der bekommt den Fragebogen in der Zentrale im Rathaus I.

Samstag, 15.08.2020, 05:00 Uhr
Kann der Kirchplatz eine Rollatorspur bekommen? Auch darum geht es in der Umfrage, die Eckhard Hoffmann und Anne Rodenbrock-Wesselmann vorgestellt haben. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen
Kann der Kirchplatz eine Rollatorspur bekommen? Auch darum geht es in der Umfrage, die Eckhard Hoffmann und Anne Rodenbrock-Wesselmann vorgestellt haben. Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Das Gesicht von Ronchinplatz, Lindenplatz, Familie-Isenberg-Platz & Co. soll der Zeit angepasst werden. Vor allem der „Lindenflecken“ und der einstige von-Kluck-Platz, die beide an der B 68 liegen, sollen möglichst bald umgestaltet werden. Fußgänger und Radfahrer sollen bessere Bedingungen bekommen. Barrierefreiheit und zeitgemäße Möblierung sind weiter Wünsche aus einem Bürgerworkshop. Die Stadtverwaltung will möglichst viele Interessen berücksichtigen: Was wünschen sich die Grundstückseigentümer, die Geschäftsleute und die Haller Interessen- und Werbegemeinschaft? Und wie sehen die Bürger ihre Stadt? Hinter der Abfrage steht das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK). Dadurch gibt es schon erste Vorstellungen für eine neue Gestaltung. Bei Bürgerforum, Dorf- und Stadtspaziergängen sind weitere Wünsche formuliert worden.

Stimmungsbild erwünscht

Jetzt werden die Zukunftswünsche zusammengetragen. Die Umfrage umfasst einige allgemeine Fragen. Die Teilnehmer können Aufenthaltsqualitäten, Gestaltung, Erreichbarkeiten bewerten. Und sie haben die Möglichkeit, Vorschläge zu machen. „Wenn Straßen oder Plätze verändert werden sollen, muss man das schon bei den Ver- und Entsorgungsleitungen und beim Abwasserkanal bedenken“, sagt Eckhard Hoffmann, Abteilungsleiter Technik und Umwelt. Beispielsweise soll ein energetisches Quartierkonzept fürs Stadtzentrum erstellt werden. Wenn genug interessierte Grundstückseigentümer da sind, kann die TWO gegebenenfalls ein Nahwärmenetz für die Innenstadt aufbauen. Das soll möglichst dann passieren, wenn man die Straße ohnehin aufreißt, saniert und Leitungen für Strom, Gas und Wasser erneuert. Eine Umrüstung auf insektenfreundliches LED-Licht bei der Straßenbeleuchtung ist beschlossen, aber das ist nicht in einem Zug möglich“, gibt Eckhard Hoffmann zu bedenken. „Wer sich nicht beteiligt, verpasst vielleicht auch eine Chance“, ist auch Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann überzeugt. „Wir nehmen jede Stimme ernst“, unterstreicht Hoffmann. Das Stimmungsbild sei ein Baustein für die Entscheidungen und gebe wichtige Planungshinweise für die tiefbautechnische Gestaltung. Der Seniorenbeirat habe sich bereits im Vorfeld beteiligt und eine Begehung mit der Arbeiterwohlfahrt sei geplant.

Die Umfrage ist zu finden auf der städtischen Homepage unter www.hallewestfalen.de

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