Kritische Aussagen von Bürgermeister-Kandidatin Sommer, Parteivorsitzenden Witteborg und Landratskandidatin Weike
Beim Thema Storck geht SPD auf Distanz zu Grünen

Halle (WB). Mit einem Sommerfest im Park am Laibach hat die Haller SPD am Samstag Politik und Unterhaltung miteinander verbunden. Wie der Co-Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Jörg Witteborg, und SPD-Bürgermeisterkandidatin Edda Sommer sagten, erleben sie derzeit die Storck-Erweiterung als eines der beherrschenden Themen im Wahlkampf Bei den noch strittigen Fragen gelte es nun die Themen von Experten in den Fachbehörden abwägen zu lassen. Er kenne viele Menschen, die bei Storck arbeiteten, sagte Witteborg: „Die denken oft ganz anders über die Erweiterungspläne als die Vertreter von Fridays for Future.“

Montag, 17.08.2020, 07:10 Uhr aktualisiert: 17.08.2020, 07:12 Uhr
SPD-Sommerfest im Laibach-Park Halle: (von links) Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz-Emre, Bürgermeisterkandidatin Edda Sommer , Landratskandidatin Marion Weike und Vorsitzender Jörg Witteborg. Foto: Küppers
SPD-Sommerfest im Laibach-Park Halle: (von links) Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz-Emre, Bürgermeisterkandidatin Edda Sommer , Landratskandidatin Marion Weike und Vorsitzender Jörg Witteborg. Foto: Küppers

Edda Sommer: „Storck ist kein Unternehmen, das mit Hauruck-Methoden kommt.“

Edda Sommer meint mit kritischem Blick unter anderem auf Grüne, dass die laufende Diskussion bei Storck wohl kaum gut ankomme. Sommer betont: „Storck war in der Vergangenheit immer kompromissbereit. Das ist kein Unternehmen, das mit Hauruck-Methoden kommt.“ Edda Sommer findet manche öffentlichen Pauschalurteile nicht hilfreich. Die Grünen würden sich womöglich fragen, wie sie die Geister wieder loswerden, die sie gerufen haben.

Was Storck bisher vorgelegt habe, sei fundiert, ergänzte Jörg Witteborg. Über den Wasserantrag entscheide nun die Untere Wasserbehörde beim Kreis. Warum die Grünen nun auch die Obere Wasserbehörde bei der Bezirksregierung einschalten wollen, irritiert die beiden SPD-Vertreter.

Marion Weike: „Es ist wichtig, Storck hier zu halten und Entwicklungschancen zu geben.“

Deutliche Worte zu Storck fand auch SPD-Landratskandidatin Marion Weike beim Sommerfest: „Storck ist ein unheimlich wichtiges Unternehmen im Kreis, das krisenfest und standorttreu ist. Das ist ein ausgesprochen guter Arbeitgeber. Es ist wichtig, Storck hier zu halten und Entwicklungschancen zu geben.“ Beim Thema Wasser habe Storck ein hohes eigenes Interesse, damit sorgsam und sparsam umzugehen. Im übrigen setze sich Storck sehr für Umweltschutz ein, verwies Weike beispielhaft auf die Stork-Foundation. Weike abschließend: „Das sind wertvolle Industriearbeitsplätze, auf die wir nicht verzichten dürfen.“ Die fachlichen Dinge seien nun sauber abzuprüfen.

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