Nach drei Jahren Planung erfolgt Spatenstich für die Kita Mamre – Storck beteiligt sich
Grenzenlos und gastlich

Von Klaudia Genuit-Thiessen

Mittwoch, 19.08.2020, 05:00 Uhr
Die Kita Mamre in Halle ist ein wichtiges Projekt der Kirche. Beim Spatenstich dabei: (Von links) Mailin Köhne mit Architektin Anke Nollkämper, dahinter Presbyter Dr. Peter Hartel, Pfarrer Nicolai Hamilton, Presbyterin Agnes Bismayer, stellver. Superintendent Dirk Leiendecker, Pfarrer Burghard Steinebel, Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann mit Abteilungsleiter Hermann Bußmeyer, Marianne Tröster (Kreis Gütersloh), Superintendent Walter Hempelmann und Sebastian Niemann (Kirchenkreis), als Vertreter der Firma Storck Geschäftsführer Achim Westerhoff, Benjamin Ludwig und Sylke Fleischhut sowie Marlene Ens als Geschäftsführerin der Tageseinrichtungen für Kinder. Nicht mit im Bild sind Heike Groß (Kita-Fachberatung beim Kirchenkreis) und Bauunternehmer Bernd Lohöfer-Marotz Foto: Klaudia Genuit-Thiessen
Die Kita Mamre in Halle ist ein wichtiges Projekt der Kirche. Beim Spatenstich dabei: (Von links) Mailin Köhne mit Architektin Anke Nollkämper, dahinter Presbyter Dr. Peter Hartel, Pfarrer Nicolai Hamilton, Presbyterin Agnes Bismayer, stellver. Superintendent Dirk Leiendecker, Pfarrer Burghard Steinebel, Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann mit Abteilungsleiter Hermann Bußmeyer, Marianne Tröster (Kreis Gütersloh), Superintendent Walter Hempelmann und Sebastian Niemann (Kirchenkreis), als Vertreter der Firma Storck Geschäftsführer Achim Westerhoff, Benjamin Ludwig und Sylke Fleischhut sowie Marlene Ens als Geschäftsführerin der Tageseinrichtungen für Kinder. Nicht mit im Bild sind Heike Groß (Kita-Fachberatung beim Kirchenkreis) und Bauunternehmer Bernd Lohöfer-Marotz Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

 

Halle (WB). Jetzt ist noch ein halbes Jahr mehr ins Land gegangen und teurer wird der schöne Neubau auch noch. Aber der erste Bagger ist endlich an der Neustädter Straße in Halle angerückt: Die Kita Mamre soll auf dem Grundstück der Kirchengemeinde Halle zu einem „Ort der Gastlichkeit“ werden. Das sagte Superintendent Walter Hempelmann am Dienstag beim Spatenstich für das Mammutprojekt des Kirchenkreises für 60 Kinder, darunter acht mit heilpädagogischem Förderbedarf.

Damit wird eine zweite Kita für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen im Altkreis Halle die Kita-Landschaft bereichern, wie es Pastor Nikolai Hamilton bei der Feierstunde ausdrückte, zu der Walter Hempelmann nicht nur Gäste der Gemeinde, des Kreises und der Stadt begrüßte, sondern auch namhafte Vertreter des Unternehmens Storck. Dieses beteiligt sich „mit einem substanziellen Beitrag“ an dem rund 3,3 Millionen teuren Neubau, wie Achim Westerhoff, Geschäftsführer Produktion und Technik, sagte, Mit Personaldirektorin Sylke Fleischhut setzte er vor Ort ein Zeichen dafür, dass sich das Süßwarenunternehmen in Halle als „Teil des Gemeinwesens“ versteht und das Miteinander stärken will. Walter Hempelmann: „Es soll auch ein schöner Ort werden. Darum gehen wir in manchen Dingen über das rein Notwendige hinaus.“

„Inklusion braucht Haltung“

„Inklusion ist ein Thema, das auch in dieser schwierigen Corona-Zeit nicht verloren gehen darf“, unterstrich der Superintendent. Manches sei eben nur dadurch zu realisieren, weil es Unterstützer gebe, sagte er in Richtung der Storck-Vertreter. Die fünfte Kirchen-Kita in Halle (neben der VKM-Kita die zweite im Altkreis für Kinder mit Behinderungen) geht vielleicht noch zum neuen Kindergartenjahr an den Start.

Entstehen soll eine kombinierte Vier-Gruppen-Einrichtung, die Land und Kreis mit 1,5 Millionen Euro bezuschussen, mit einem besonders „grenzenlosem“ pädagogischen Konzept. Behindertengerecht und barrierefrei, gruppenübergreifend und mit einem zusätzlichen „Plus“ ausgestattet, das auch der Schönheit zugute kommt. „Wir wollen niemanden ausgrenzen. Inklusion braucht Haltung und genau die soll der Neubau spiegeln“, sagte Marlene Ens, die Geschäftsführerin der Tageseinrichtungen für Kinder beim Kirchenkreis. Sie wies übrigens darauf hin, dass zwar schon vier Bewerbungen für die Leitung der neuen Kita vorliegen, dass aber auch ein multiprofessionelles Team gesucht wird (telefonisch unter 05201/184 32, per Email über hal-kk-tfk-bewerbungen@kk-ekvw.de). Die Einrichtung bietet nicht nur Räumlichkeiten für Bildungs-, Betreuungs- und Förderarbeit, sondern auch für verschiedenen Therapien.

„Ein bestechender Entwurf für diese schöne Fläche“, bescheinigte Anne Rodenbrock-Wesselmann. Es habe schon viele Nachfragen gegeben, wann die Kita denn an den Start gehe, manchmal auch ungehaltene. Die Bürgermeisterin hofft, dass sich für die Fläche der Kirchengemeinde, die jetzt durch den Neubau verloren geht, noch ein Ausgleich finden lässt. Wenn sich „der Fluch des ersten Datums“ nicht halten lässt, wie Anne Wesselmann sagte, wird die Kirche übrigens wie im vergangenen Jahr wieder Kitas überbelegen, um die notwendige Betreuung von Kindern sicherzustellen.

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