Tolle Besucherresonanz beim „Haller Herbst“ am Sonntag rund um den Ronchinplatz
Leute haben Lust auf Leben

Halle (WB). Dass der „Haller Herbst“ stattfinden konnte, war wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Tagelang bangte man in der Haller Ordnungsbehörde, wo man das Genehmigungskonzept erarbeitet hatte, dass die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi doch noch vor Gericht ziehen könnte und so ein Veto gegen den verkaufsoffenen Sonntag hätte erwirken können. In anderen Kommunen des Landes war das der Gewerkschaft in Serie gelungen. Doch Halle wurde von einem Verdi-Veto verschont, womöglich weil das Konzept „Gnade“ fand. Denn neben der Begrenzung der Ladenöffnung auf den direkten Innenstadtbereich waren vor allem die durch Corona besonders gebeutelten kleinen Geschäfte geöffnet. Größere Märkte blieben geschlossen.

Montag, 07.09.2020, 03:00 Uhr
Szenen vom „Haller Herbst“ an diesem Sonntag in der Haller Innenstadt: Eva (links) und Léane haben auf dem Haller-WIllem-Denkmal Platz genommen und genießen den Ausblick auf den gut besuchten Ronchin-Platz. Foto: Malte Krammenschneider
Szenen vom „Haller Herbst“ an diesem Sonntag in der Haller Innenstadt: Eva (links) und Léane haben auf dem Haller-WIllem-Denkmal Platz genommen und genießen den Ausblick auf den gut besuchten Ronchin-Platz. Foto: Malte Krammenschneider

HIW-Vorsitzende zeigt sich stolz und glücklich

Die Haller hatten offenbar große Lust auf ein Event in der Innenstadt, denn bei trockenem uns sogar sonnigen Wetter nutzen viele den Sonntag für einen gemütlichen Bummel zwischen Sonnenblumen, Fachwerkhäusern und Haller Willem Denkmal. Ein Zuspruch, der sich wirklich sehen lassen konnte und Mitorganisatorin Sigrun Lohmeyer sichtbar glücklich stimmte. „Wir sind richtig stolz, dass wir das mit Hilfe der Stadtverwaltung hinbekommen haben. Die Leute kamen schon vor dem offiziellen Beginn um 13 Uhr und freuen sich riesig, dass hier wieder etwas los ist“, sagte Lohmeyer, die erklärte, dass die Veranstalter mit Hilfe von Abstandsmarkierungen vor den Imbissbuden sowie Ein- und Ausgangskonzepten penibel darauf geachtet hätten, die geltenden Corona-Richtlinien einzuhalten.

Vorgaben, die scheinbar niemand davon abhielten, einen Abstecher nach Halle zu unternehmen. Darunter auch auffallend viele Gäste aus Nachbarkommunen. Auf Strohballen oder in der Außengastronomie sitzend konnte dann ein Eis, ein Glas Wein oder ein Hamburger konsumiert werden. Die Auswahl war groß und natürlich ließen es sich auch die Parteien nicht nehmen, die Zusammenkunft mit Wahlkampf-Ständen für sich zu nutzen.

Auch in den Geschäften war viel los – und die Geschäftsleute zeigten sich dementsprechend zufrieden. „Schön, dass der verkaufsoffene Sonntag genehmigt wurde. Es sind dadurch immer besonders viele Leute in der Stadt“, sagte die Inhaberin der Boutique „MezzaLuna, Sylwia Schulz, die dank ihrer großen Stammkundschaft und trotz sechswöchiger Zwangspause bis dato gut durch die Corona-Krise kam. „So ein Schautag ist immer wichtig“, befindet derweil Björn Holtmann vom Fachgeschäft Tönsing und Julia Westphal vom Blumenfachgeschäft Büttner freut sich über „Kunden die gerne schauen und nächste Woche wiederkommen“.

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