Ralph Brinkhaus stärkt dem Haller CDU-Bürgermeisterkandidaten Thomas Tappe den Rücken
Markt und Technologie statt Verboten

Halle (WB). „In guten Zeiten können das vielleicht viele, aber in schwierigen Zeiten brauchen wir jemanden, der das gelernt hat und langjährige Erfahrung mitbringt“, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ralph Brinkhaus, über Thomas Tappe, der am kommenden Sonntag für die CDU zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt antritt.

Dienstag, 22.09.2020, 02:30 Uhr
„Zwei Menschen mit sympathischen Frisuren“, so beschreibt Ralph Brinkhaus (links) seine Ähnlichkeit zu Thomas Tappe, die nicht nur auf Äußerlichkeiten beruht. Foto: Johannes Gerhards
„Zwei Menschen mit sympathischen Frisuren“, so beschreibt Ralph Brinkhaus (links) seine Ähnlichkeit zu Thomas Tappe, die nicht nur auf Äußerlichkeiten beruht. Foto: Johannes Gerhards

Gerade in Coronazeiten müsse die Stadt am Laufen gehalten werden, deswegen sei es wichtig, jemanden im Rathaus zu haben, der das kann und irgendwo hin will. Damit ruft Brinkhaus die Zuhörer auf dem Ronchinplatz auf, sich am Sonntag für Thomas Tappe zu entscheiden. Die Gemeindeordnung in Nordrhein-Westfalen sei schon auf einen starken Bürgermeister ausgerichtet, der die Verwaltung mitzieht und vorantreibt. Auf seine Anregung hin habe in der vergangenen Woche das Thema Nachhaltigkeit in Berlin eine große Rolle gespielt.

Umweltfreundlich werden mit Wasserstoff

Nachhaltigkeit zählt Brinkhaus zu den klassischen Unionsthemen, weil diese etwas mit Bewahrung der Schöpfung und Generationengerechtigkeit zu tun habe. Nicht nur Dekarbonisierung sei gefragt, sondern auch Technologieoffenheit, um Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und Mobilkonzepte umzusetzen. Das Thema Wald sei für Halle besonders wichtig. „Der Wald merkt es als erstes, wenn sich mit dem Klima etwas ändert, er ist aber auch unser Helfer in der Klimapolitik, weil er CO 2 bindet“, so Brinkhaus. Mit viel Geld werde derzeit versucht, Schäden zu beseitigen. Anstatt auf Verbote und Regulierung zu setzen, sei es viel besser, über Markt und Technologie die Kreativität der Menschen zu nutzen. Als Beispiel benennt Brinkhaus den „grünen Wasserstoff“ aus regenerativen Energien und entsprechende Kooperationen mit sonnen- und windreichen Ländern.

Am Beispiel eines Waldbauern, der die Ergebnisse seiner Aufforstungsmaßnahmen nicht mehr persönlich erleben wird, zeigt Ralph Brinkhaus auf, mit welcher Zuversicht die CDU in die Zukunft blickt. „Unsere Maschinenbauer können die Wasserstofftechnologie für die Welt entwickeln“, betont er und weist auf entsprechende Exportmöglichkeiten in Nachfolge der Autoindustrie hin.

Nachhaltigkeit einer soliden Haushalts- und Finanzpolitik

Thomas Tappe hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die anstehenden Probleme vor Ort nicht alle innerhalb einer Wahlperiode gelöst werden können, und deshalb die Agenda 2030 ausgerufen. Er stehe für die Nachhaltigkeit einer soliden Haushalts- und Finanzpolitik, die Steuer- und Abgabenlasten für Bürger und Gewerbe niedrig halte. Im Sinne einer ganzheitlichen Stadtplanung sei es erforderlich, dass Haupterschließungsachsen erhalten bleiben, damit die Menschen das Zentrum gut erreichen können. Neben Aufforstung und erneuerbaren Energien plädiert er für die Nutzung von Brauchwasser aus Niederschlägen und die Umrüstung des städtischen Fuhrparks auf Elektro- und Wasserstofftechnologie.

Als am Ende noch Fragen und Anregungen aus dem Publikum kommen, positioniert sich der Bürgermeisterkandidat für ein Freibad, die Belebung des Kirchplatzes und die Unterstützung der Händlerinitiative „Kauf’ im Ort“ zur Attraktivitätssteigerung von Innenstadt und Gastronomie.

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