Bürgerinitiative Alleestraße analysiert Wahlergebnisse
„Sie werden uns nicht los“

Halle (WB). „Wir freuen uns über die bürgerlichen Zuwächse. Vor allem die Konservativen waren es, die mit uns Bürgern gesprochen und realisiert haben, dass man einen gesamtheitlichen Blick auf Halle und seine Probleme werfen muss. In dieser Meinung stimmen wir als Bürgerinitiative überein“, sagt deren Sprecher Helmut Rose, der sich am Montag über ein großes Interesse bei der Wahlanalyse freuen kann. Mehr als 30 Personen versammeln sich im Hotel/Restaurant Hollmann, um auf einen Urnengang zurückzublicken, die von den Mitgliedern der Bürgerinitiative Alleestraße mit besonders großer Spannung erwartet wurde.

Mittwoch, 23.09.2020, 04:00 Uhr
Die Sprecher der Bürgerinitiative, Andreas Lüdecke (links) und Helmut Rose, fühlen sich durch die Ergebnisse der Ratswahl vom 13. September in ihrem Engagement in der Bürgerinitiative sowie für Halles Bürger gestärkt. Foto: Malte Krammenschneider
Die Sprecher der Bürgerinitiative, Andreas Lüdecke (links) und Helmut Rose, fühlen sich durch die Ergebnisse der Ratswahl vom 13. September in ihrem Engagement in der Bürgerinitiative sowie für Halles Bürger gestärkt. Foto: Malte Krammenschneider

Veranstaltungsreihe im Wahlkampf hat mehr als 200 Zuhörer

Bevor Helmut Rose auf die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke eingeht, macht er noch einmal deutlich, wie wichtig es für alle Beteiligten gewesen sei, schon im Vornherein zu erfahren, „wohin die Reise“ in Halle gehe. Aus diesem Grund habe die Bürgerinitiative im Wahlkampf auch die gut besuchte Veranstaltungsreihe „Bürger und Politiker vor Ort“ ( fünf Termine mit insgesamt mit mehr als 200 Zuhörern) organisiert. Hier habe sich gezeigt, dass der Großteil der im Stadtrat vertretenen Parteien sich inzwischen den Forderungen der Bürgerinitiative angenähert habe, so Rose. „Das fanden wir schon erstaunlich und bestätigt uns in unserem Engagement. Auf einmal wollen alle Parteien mehr Bürgerbeteiligung und haben Versäumnisse eingestanden – außer die SPD. Ihrem Verständnis nach ist die bisherige Kommunikation ausreichend gewesen“, so Rose, der nicht viel von der „ideologiegesteuerter rot-grüner Politik“ hält.

„Es geht darum, die Bürger mitzunehmen.“

„Es geht aber heute darum, die Bürger mitzunehmen. Nicht die Bürgerschaft zu spalten“, sagt Rose, der hierbei insbesondere auf den Verkehrsentwicklungsplan anspielt. Halle mit Tempo 30-Zonen zu übersäen sei „keine sachgerechte“ Lösung. „In Zeiten, in denen die Stadt und seine Ortsteile wachsen, halte ich das für keine gute Idee. Eine gute Erreichbarkeit muss gewährleistet sein – ob mit Verbrenner oder E-Auto“, erklärt Rose. Er befürchtet nicht nur einen sich stauenden Verkehr sondern damit verbunden auch eine Behinderung der öffentlichen Sicherheit. „Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr müssen jeden Punkt der Stadt schnellstmöglich erreichen. Das würde dann deutlich schwieriger“, sagt Rose.

Mithelfen bei einem gesamtheitlichen Leitbild

Der Sprecher der Bürgerinitiative geht an diesem Abend zudem auf die Ergebnisse der einzelnen Wahlbezirke ein und stellt fest, dass dort, wo es eine hohe Wahlbeteiligung gab, zumeist die bürgerlichen Parteien hohe Stimmenanteile generieren konnten. „Wo die Beteiligung bei 60 Prozent und mehr lag, haben die Bürgerlichen in 90 Prozent der Fälle gewonnen“, erklärt Helmut Rose, der verrät, dass die Bürgerinitiative auch in Zukunft auf sich aufmerksam machen möchte: „Wir wollen weitermachen und dabei helfen, für Halle ein gesamtheitliches Leitbild zu entwickeln. Wir wollen in der Verkehrs-Entwicklung Leuchttürme setzen und Finger in die Wunde der Politik legen. So schnell werden sie uns nicht los“.

Übrigens begrüßt die Bürgerinitiative die Ankündigung des Kreises, die umstrittene und laut vielen Bürgern „sinnfreie“, automatisierte Rotphase der Fußgängerampel auf der Alleestraße am Kreisgymnasium beziehungsweise dem Klinikum wieder zurückzunehmen.

 

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