Haller Modellflieger freuen sich über 39.000 Euro – Sicherheitszaun wird erneuert
Fördergelder geben Aufwind

Halle (WB) -

Nun also auch die Haller Modellflieger: Nach der Tennisabteilung der TSG Kölkebeck-Bokel und den Haller Sportfischern darf sich nun auch die Modellfluggruppe Halle über Fördergelder aus dem Projekt „Moderne Sportstätte 2022“ freuen.

Sonntag, 03.01.2021, 17:06 Uhr aktualisiert: 03.01.2021, 17:08 Uhr
Neuer Schutzzaun dank kräftigem Zuschuss: Darüber freut sich das Vorstandsduo Michael Haase (links) und Hartmut Hermann.
Neuer Schutzzaun dank kräftigem Zuschuss: Darüber freut sich das Vorstandsduo Michael Haase (links) und Hartmut Hermann. Foto: Malte Krammenschneider

„Das ist eine tolle Nachricht. Es wird uns dabei helfen, den Platz und den Verein zukunftsfähig zu machen“, sagt Vorsitzender Hartmut Hermann beim Pressegespräch am Flugplatz.

Dieser liegt, wie viele nicht wissen, im landschaftlich schönen Städtedreieck Halle, Borgholzhausen und Versmold und bietet mit seinen 140 mal 30 Metern ideale Bedingungen, um die Flugzeuge der aktuell rund 80 Mitglieder landen und starten zu lassen.

Bei genauerer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass die Infrastruktur des 1975 gegründeten Vereins mittlerweile in die Jahre gekommen ist.

„Unser Sicherheitszaun stammt noch aus den 70er Jahren. Er soll nach modernen Standards komplett erneuert werden“, erklärt Hartmut Hermann, laut dem von den im November bewilligten Fördergeldern in Höhe von 39.000 Euro außerdem eine neue Vereinshütte errichtet werden soll. Die Baugenehmigung habe man sogar schon beantragt. Darüber hinaus sollen neue, wetterbeständige Tische angeschafft werden, an denen die Mitglieder ihre Modelle aufbauen und warten können.

„Eine gute Infrastruktur ist für uns sehr wichtig – auch um als Verein weiterhin attraktiv zu bleiben“, sagt Hartmut Hermann, der die Gelegenheit nutzt, um sich noch einmal ausdrücklich beim Vorsitzenden des Stadtsportverbandes Halle, Reinhard Stricker, zu bedanken. „Er hat sich da wirklich reingehängt und uns bei der Beantragung der Fördergelder geholfen. Das verdient ein dickes Lob mit Ausrufezeichen“, sagt der Vorsitzende der Haller Modellflieger, der seinem Hobby mit viel Leidenschaft nachzugehen scheint.

Doch was ist eigentlich das schöne an der Modellfliegerei? „Es ist die Kombination aus den Bauarbeiten zu Hause und dem Ausprobieren, dem Fliegen. Gerade jetzt, wo der Flugplatz gesperrt ist und in der Winterzeit verbringen viele von uns die Zeit im Keller, um an ihren Modellen für das kommende Frühjahr zu arbeiten“, berichtet Hartmut Hermann. Sein Stellvertreter Michael Haase berichtet, wie der Verein für Nachwuchs sorgt und die Jugend an das Modellfliegen herangeführt wird. „Wir kooperieren mit der Lindenschule und dem Kreisgymnasium. In unserer Jugendgruppe sind regelmäßig zehn bis zwölf Jugendliche dabei, die kleine Modelle selbstständig bauen und mehr über die dahinter steckende Physik erfahren“, verrät Michael Haase. Für ihn sei es ein vielseitiges Hobby – geeignet, um es in der Gemeinschaft zu betreiben oder auch alleine.

Dass handwerkliches Geschick ebenfalls nützlich ist, beweist die Tatsache, dass in vielen der Modelle unzählige Arbeitsstunden sitzen. „500 Stunden sind keine Seltenheit. Man kann 100 Euro ausgeben oder auch fünfstellige Summen – je nach Wunsch und dem verwendeten Material“, erklärt Hartmut Hermann, der mit seinem Verein nun optimistisch in die Zukunft blickt und hofft, dass schon bald wieder Flieger in die Luft steigen können.

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