Nach den Ferien können Harsewinkeler Gesamtschüler neue Werkräume nutzen
Medienzentrum wird das Herzstück

Harsewinkel (WB). Die Bauarbeiten an der noch jungen Gesamtschule laufen seit Mai 2016. Seither wird saniert und renoviert, ein Neubau entsteht. Kurz vor dem Ende der Sommerferien stehen zwei wichtige Abschnitte vor dem Abschluss: Die neuen Werkräume im Erdgeschoss der ehemaligen Hauptschule sind betriebsbereit. Von dort aus ist auch das neue Medienzentrum zu sehen.

Sonntag, 27.08.2017, 12:09 Uhr
Markus Raubart kümmert sich als Verantwortlicher um die Bauprojekte der Stadt Harsewinkel. Die neuen Werkräume in der Gesamtschule sind so gut wie fertig. Foto: Hendrik Christ
Markus Raubart kümmert sich als Verantwortlicher um die Bauprojekte der Stadt Harsewinkel. Die neuen Werkräume in der Gesamtschule sind so gut wie fertig. Foto: Hendrik Christ

Es wird aber noch Monate dauern, bis alles fertig ist. Doch bereits jetzt ist gut erkennbar, wie die zusätzlichen Kapazitäten entlasten dürften.

Denn die über 40 Jahre alte Schule stieß mit ihren Räumlichkeiten zuletzt an ihre Grenzen, die Klassenräume platzten gewissermaßen aus allen Nähten. Mehr Platz und bessere Arbeitsbedingungen mussten her. Jetzt sind die drei Werkräume im Erdgeschoss nicht nur frisch renoviert, sondern bestens ausgestattet mit neuen Instrumenten und Werkzeugen.

Renovierung dauert bis Ende des Jahres

Zudem gibt es mehr Lagerplatz sowie Räume für Maschinen und für die Lehrvorbereitung. Die sanitären Anlagen wurden ebenfalls saniert. »Im Moment läuft der zweite Bauabschnitt im ersten Obergeschoss«, berichtet Markus Raubart vom Fachbereich Bauen der Stadt Harsewinkel: »Das Gebäude verfügt über eine eigene Tragestruktur aus Beton. Daher konnten wir den Leicht- und Trockenbau entkernen.«

Viel erinnert derzeit nicht mehr an die alten Schulräume. Es dauert wohl noch bis zum Ende des Jahres, ehe die Teilrenovierung im Obergeschoss beendet sein wird und für den Unterricht zur Verfügung steht. Während dieser Zeit dienen die acht Räume im angrenzenden Medienzentrum als Provisorium für den Klassenunterricht.

Dieses Medienzentrum genügt modernsten Standards und ist so etwas wie das Herzstück der Gesamtschule. Im 300 Quadratmeter großen Erdgeschoss entsteht die Bibliothek mit digitaler Technik, inklusive Hörstationen, Computerarbeitsplätzen und Präsentationsraum. Der große Gruppenraum soll als Arbeits- und Aufenthaltsbereich dienen.

1200 Schüler sind angemeldet

»Dieses Medienzentrum ist eine Art Werkstatt, die individuelles Lernen ermöglicht«, sagt Dr. Wolfgang Strotmann, der didaktische Leiter der Gesamtschule: »Wir unterrichten hier vom Förderschüler bis zum Gymnasiasten. Diesen unterschiedlichen Anforderungsniveaus müssen wir gerecht werden.«

Für das kommende Schuljahr sind etwa 1200 Schüler an der Gesamtschule angemeldet, die sich aufteilen in die Jahrgangsstufen fünf bis zehn. Zum Schuljahr 2018/19 wird dann der erste Oberstufenjahrgang der Gesamtschule bereitstehen und fest die oberen Etagen des Medienzentrums beziehen.

5,3 Millionen Euro werden investiert

Im Frühjahr 2018 beginnt der letzte Bauabschnitt in der früheren Realschule. »Vollständig betrachtet, ist das Ganze natürlich ein sehr aufwendiges Projekt«, resümiert Markus Raubart: »Immerhin sieht das Konzept auch vor, die Schule fit für die Inklusion zu machen.« Neben barrierefreien Ein- und Zugängen müssen Klassenräume etwa bestimmen Akustik-Anforderungen genügen für schlechter hörende Schüler.

Die Fassadenanstriche für ein optisch einheitliches Erscheinungsbild runden das Resultat ab. Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf knapp 5,3 Millionen Euro aus dem Haushaltsbudget. Davon entfallen rund 1,83 Millionen Euro auf den Neubau des Medienzentrums.

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