Mi., 13.12.2017

Eventmanager Hanhart kauft von Captrain das 1500 Quadratmeter große Areal Bahnhof wechselt den Besitzer

Seit 1995 passiert in dem Bahnhofsgebäude nichts mehr. Jetzt möchte Andreas Hanhart es nach dem Kauf sanieren.

Seit 1995 passiert in dem Bahnhofsgebäude nichts mehr. Jetzt möchte Andreas Hanhart es nach dem Kauf sanieren. Foto: Grund

Von Gabriele Grund

Harsewinkel (WB). Der Harsewinkeler Andreas Hanhart , Inhaber von Ems-Event, hat den alten Harsewinkeler Bahnhof gekauft. Der Eventveranstalter hält sich im Gespräch mit dieser Zeitung noch mit Informationen zurück, doch der Vorbesitzer, das Schienenlogistikunternehmen Captrain, bestätigt den Verkauf, der vor vier Wochen über die Bühne gegangen sei. Hanhart habe das im Jahr 1900 auf dem 1500 Quadratmeter großen Areal gebaute Gebäude samt Schuppen erworben.

Seit mehr als drei Jahren ist der in Harsewinkel bekannte Konzertveranstalter um einen Kauf des 1900 eingeweihten Bahnhofs an der Strecke der Teutoburger Wald-Eisenbahn (TWE) bemüht gewesen. Wie aus dem Bekanntenkreis von Andreas Hanhart zu erfahren war, möchte er das seit Jahrzehnten leerstehende Bahnhofsgebäude mit den bewohnten Wohnungen im Obergeschoss im Bestand sanieren.

Veranstaltungsbüro soll in das Bahnhofsgebäude ziehen

Später sollen dort sein Veranstaltungsbüro sowie der Fuhrpark und das gesamte Equipment in dem Gebäude und dem dazugehörigen angebauten Güterschuppen mit Laderampe untergebracht werden. Ob auch Veranstaltungen dort geplant sind, dazu äußert sich Hanhart zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Der Harsewinkeler Bahnhof befindet sich in einem jämmerlichen Zustand. Das nur noch wenige Grün auf dem Areal wird als Hundetoilette genutzt. Das alte Gebäude wurde von Graffitischmierern verunstaltet, weist Müll, Dreck und sogar Spritzen in den Ecken auf und ist sichtbar in die Jahre und damit in einen dringend sanierungswürdigen Zustand gekommen. So fristen der Bahnhof und das gepflasterte Umfeld seit der Einstellung des Personennahverkehrs im Jahr 1976 ihr Dasein.

Seit 1995 steht der Bahnhof still – selbst Claas transportiert dort nichts mehr

Gelegentlich aufflammende Bemühungen, den Bahnhof zu reaktivieren, scheiterten. 1920 mit einem zweiten Gleis und elektrischem Licht ausstaffiert, nutzte das Landmaschinenunternehmen Claas den Bahnhof bis 1967 für seine Transporte. Mitte 1995 wurde die letzte verbleibende Stückgutabfertigung eingestellt. 2013 brannte es in einem der leerstehenden Lagergebäude. Heute führen gelegentliche Dampflok-Nostalgiefahrten und Landmaschinentransporte an dem alten Bahnhof vorbei.

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