Mo., 12.02.2018

Rosensonntag in Harsewinkel: Umzug schöner denn je - mit Video Kamelle fliegen tief

Auch das Thema Brexit fehlt im bunten Lindwurm am Rosensonntag nicht. Narren nehmen einfach kein Blatt vor den Mund.

Auch das Thema Brexit fehlt im bunten Lindwurm am Rosensonntag nicht. Narren nehmen einfach kein Blatt vor den Mund. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Harsewinkel (WB). Beim großen Karnevalsumzug am Rosensonntag in Harsewinkel haben sich die Jecken mit fantasievollen Kostümen gegenseitig zu übertrumpfen versucht. Viele Tausend Besucher säumten die Straßen.

Wer kommt schon auf die Idee, mal als Bushaltestelle loszugehen? Manuela (40) aus Enger (Kreis Herford) machte das so und erntete mit Fahrplan um den Hals im Schatten der Harsewinkeler St.-Lucia-Kirche so manchen Lacher.

Dort am Alten Markt trafen sich wie jedes Jahr wohl die meisten Närrinnen und Narren, um die 46 Fußgruppen, Musikkapellen und gewaltigen Themenwagen zu bestaunen. Bei Sonnenschein und sieben Grad Außentemperatur ließ sich der jecke Trubel in der Stadt des Spökenkiekers und Mähdreschers bestens genießen.

Schlager wie »Mit drei Promille – da geht noch was!« dröhnten aus Lautsprecherboxen, die Stimmung im Zug sowie im Publikum war ausgezeichnet. Während am Alten Markt vom Hubsteiger aus Michael Fußner (39) mit Schwester Katja Brentrup (46) den bunten, vorbeiziehenden Lindwurm locker-flockig kommentierten, blickte von der Dachterrasse eine Jury bestehend aus Thomas Steffek (55), Ana-Maria Uekötter (43) und Anita Toppmöller (48) ganz genau hin. Welcher Wagen oder welche Fußgruppe von dem Trio die besten Noten erhalten hat, soll in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.

Im Hintergrund sorgte rund um die Innenstadt ein Team aus Polizei, Ordnungsamt und Rettungskräften vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und Malteser-Hilfsdienst (MHD) für Sicherheit. Nach Angaben von Thomas Wittenbrink (Ordnungsamt) riegelten sechs große, jeweils etwa 20 Tonnen schwere Lastwagen die Zufahrtsstraßen im zweiten Jahr zur Harsewinkeler Feierzone ab. Mit den schräg auf den Straßen geparkten Fahrzeugen sollte verhindert werden, dass Terroristen mit Autos oder Transportern direkt in die Menschenmenge fahren können. Zusätzlich wurden auch 40 Betonpoller zu jeweils 1,5 Tonnen Gewicht im Bereich der Innenstadt platziert.

Wittenbrink sagte, dass nach ersten Erkenntnissen die jüngsten närrischen Tage in Harsewinkel »ruhig und friedlich« verlaufen seien. Eine Bilanz folgt. 

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