Do., 12.04.2018

Bürgerhaus Marienfeld ist fertig – Ehrenamtliche haben 6000 Stunden gearbeitet Geschafft! Und weg mit den Schaufeln

Jeden Tag verbringen Ludger Hecker, Herbert Vögeler, Heinz Kuhre und Heinz Grothusheitkamp (von links) acht Stunden am neuen Bürgerhaus. Und das seit sechs Wochen.

Jeden Tag verbringen Ludger Hecker, Herbert Vögeler, Heinz Kuhre und Heinz Grothusheitkamp (von links) acht Stunden am neuen Bürgerhaus. Und das seit sechs Wochen. Foto: Elke Westerwalbesloh

Von Elke Westerwalbesloh

Marienfeld (WB). Lachen können sie noch. Auch wenn die Muskeln schmerzen und sie ihre eigenen vier Wände und ihre Frauen zuletzt so gut wie nie gesehen haben. Das neue Bürgerhaus geht eben vor. Und nun ist es fertig!

Der Bedarf an Dreck, Besen, Schaufeln und Schweiß ist nach mehr als 6000 ehrenamtlich geleisteten Stunden wahrlich gedeckt. Doch hat dieses Projekt, für welches der Heimatverein Marienfeld fast 26 Jahre gekämpft hatte, die gesamte Truppe auch zusammengeschweißt.

»Wir haben hier wirklich Hand in Hand gearbeitet. Es gab keine Querulanten und wir waren fast immer einer Meinung«, erklärt Karl-Heinz Westbeld, Schriftführer des Trägervereins des Bürgerhauses auf Nachfrage dieser Zeitung.

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»Dieses Schmuckstück hat jetzt einen geschätzten Wert von 850.000 Euro«

Karl-Heinz Westbeld

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Möglich ist dieser Traum vom eigenen Zuhause für den Bürgerschützen- und Heimatverein Marienfeld nur durch Heiner Bessmann, die Stadt Harsewinkel, die Eigenleistung des Vereins und etliche Sponsoren geworden. Bessmann hat das Fachwerkhaus plus 100.000 Euro investiert, die Stadt rund 250.000 Euro. »Dieses Schmuckstück hat jetzt einen geschätzten Wert von 850.000 Euro«, ist Westbeld sichtlich stolz.

360 Quadratmeter umfasst das Bürgerhaus, davon sind drei Räume als Veranstaltungsflächen nach den Plänen des Architekten Norbert Stroer gebaut worden. Die Tenne umfasst 134 Quadratmeter und ist damit der größte Raum. Deutlich kleiner sind der Raum »Oester« mit 45 Quadratmetern und die »Remse« mit 34 Quadratmetern. Benannt sind die Räume nach den umliegenden Bauernschaften.

Räume könnten auch für Verantaltungen vermietet werden

Die Räume sollen künftig auch vermietet werden – sofern der Verein dafür stimmt. »Wir sind noch in Gesprächen«, erklärt Westbeld, dass es den Plan gibt, so wie in Greffen das Bürgerhaus und in Harsewinkel das Heimathaus auch diese Räume für private Veranstaltungen zu öffnen. »Auch Ausstellungen sind hier denkbar«, ergänzt der Schriftführer. »Aber keine Party zum 18. Geburtstag«, weiß er sicher.

In dem Bürgerhaus ist neben den drei Räumen eine nigelnagelneue Küche entstanden. Ferner sanitäre Anlagen und ausreichend Platz im Obergeschoss für die Lagerung von Instrumenten des Spielmannszuges sowie ein Büro für den Vorstand.

Fehlt nur noch die Hainbuchenhecke

»Wir haben endlich unser Zuhause gefunden«, ergänzt auch Ludger Hecker, der mit seinem Heimatverein viele Jahre mit Ausweichquartieren vorlieb nehmen musste. Vom Feuerwehrgerätehaus hin zur leer stehenden Volksbank in Marienfeld sind die Vereinsmitglieder nun endlich angekommen.

In den nächsten Tagen wird noch eine Hainbuchenhecke rund um das neue Bürgerhaus gepflanzt. Das übernimmt allerdings ein Landschaftsgärtner aus Marienfeld. Dann kann, 30 Jahre nach dem geäußerten Wunsch nach einem eigenen Heim, die Einweihung am 9. Mai offiziell gefeiert werden. Und die Männer können die Schaufeln endlich in den Schuppen verbannen.

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