So., 12.08.2018

Bielefelder Straße kann ins Landesprogramm für 2019 rücken Sanierung in greifbarer Nähe

Risse und Schlaglöcher kennzeichnen die Bielefelder Straße. Dr. Angelika Wensing, Pamela Westmeyer (hinten, von links), Siegfried Thüte, Dieter Berheide und Raphael Tigges (vorne, von links) hoffen, dass die Sanierung 2019 starten kann.

Risse und Schlaglöcher kennzeichnen die Bielefelder Straße. Dr. Angelika Wensing, Pamela Westmeyer (hinten, von links), Siegfried Thüte, Dieter Berheide und Raphael Tigges (vorne, von links) hoffen, dass die Sanierung 2019 starten kann. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Marienfeld (WB). Mit der Sanierung der Bielefelder Straße in Marienfeld könnte es im kommenden Jahr was werden. Das zumindest hat der Verkehrsminister des Landes NRW, Hendrik Wüst, dem heimischen Landtagsabgeordneten Raphael Tigges mitgeteilt.

Die Bielefelder Straße – zumindest der Abschnitt zwischen Waldschlößchen und Feuerwehr – ist in einem denkbar schlechten Zustand. Schlaglöcher, Flickwerk, Bodenwellen, dazu eine mangelhafte Fahrbahnmarkierung – all dies monieren Anwohner und auch die Politik schon seit Jahren. »Seit 2014 beantragen wir die Sanierung der Straße«, sagte am Freitag die Harsewinkeler CDU-Vorsitzende Dr. Angelika Wensing bei einem Ortstermin.

An der Fußgängerbrücke ist der Fußweg sehr schmal

Das Problem: Der Kommune sind die Hände gebunden, denn die Straße befindet sich im Eigentum des Landes. Das war nicht immer so. Einst war die Bielefelder Straße eine kommunale Straße, sie wurde dann aber, als der Anton-Bessmann-Ring gebaut wurde, eine Landesstraße. Und das Land befand bislang immer, dass die Straße zwar sanierungsbedürftig, aber absolut verkehrssicher sei. »Dabei müssen ältere Menschen, die die Fahrbahn mit dem Rollator überqueren wollen, richtig kämpfen«, weiß Dr. Angelika Wensing.

Zudem führt der Schulweg der Kinder, die im Gebiet rund um die Wadenhard­straße wohnen, hier entlang. »Das ist richtig gefährlich. Besonders an der Fußgängerbrücke ist der Bürgersteig unglaublich schmal«, weiß auch Pamela Westmeyer.

Beim Marienfelder Schützenfest schließlich nutzten die heimischen CDU-Vertreter die Gelegenheit, um mit dem Landtagsabgeordneten Raphael Tigges über das Thema zu sprechen. Und Tigges nahm Kontakt zu Verkehrsminister Wüst auf, mit dem er kurz nach seinem Amtsantritt sogar durch Marienfeld gefahren war und damals schon über den schlechten Zustand der Straße gesprochen hatte. Tigges: »Er hat mir mitgeteilt, dass die Straße ins Programm für 2019 aufgenommen werden kann, wenn die Planungsmaßnahmen der Stadt bis dahin entsprechend weit sind.« Zeitgleich sei im Rathaus ein Schreiben des Landesbetriebs Straßen NRW mit gleichem Inhalt eingegangen.

Stadt muss Kanäle, Parkstreifen und Gehwege überprüfen

»Die Stadt muss nun im vorauseilendem Gehorsam Vorleistungen erbringen und den Kanal überprüfen«, betonte Dieter Ber­heide. »Auf solche Infos wartet Straßen NRW. Aus Erfahrung kommen die Kommunen als erste an die Reihe, die ihre Hausaufgaben gemacht haben.«

Zusätzlich zur Kanalüberprüfung muss die Stadt die Gehwege und die Parkstreifen in Augenschein nehmen und planen, wie diese in Zukunft aussehen sollen. »Bis Jahresende sollte diese Abstimmung gelaufen sein«, sagte auch Raphael Tigges. Dann bestehe eine realistische Chance, dass die Straße ins Programm für 2019 aufgenommen wird. Trotz Sommerpause hat sich der CDU-Fraktionsvorstand darauf verständigt, einen entsprechenden Antrag im Rathaus einzureichen. Damit die Planung gleich starten kann, wenn der Sitzungsbetrieb wieder losgeht.

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