Di., 19.02.2019

Flughafenareal: Bürgerinitiative »Schutzgut Mensch« gegründet »Störendes Gewerbe wollen wir nicht«

Der ehemalige Militärflughafen soll zum Gewerbegebiet umfunktioniert werden. Die Anwohner wollen bei den Plänen mitmischen.

Der ehemalige Militärflughafen soll zum Gewerbegebiet umfunktioniert werden. Die Anwohner wollen bei den Plänen mitmischen. Foto: Wolfgang Wotke

Von Elke Westerwalbesloh

Marienfeld (WB). Dass sie auf der Suche nach Gleichgesinnten sind, das haben die Anlieger des ehemaligen Militärflughafens schon kund getan. Jetzt sind 75 Interessierte ihrem Aufruf gefolgt – 62 davon haben sich zur Bürgerinitiative »Schutzgut Mensch« zusammengeschlossen.

Info-Veranstaltung

Weitere Fragen werden am Mittwoch, 27. Februar, um 18 Uhr im Bürgerhaus in Marienfeld von Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide und Albrecht Pförtner, Wirtschaftsförderer des Kreises, beantwortet. Sie berichten über den Stand der Pläne zum ehemaligen Flugplatz. Weitere Infos unter: Anliegerflughafengt@t-online.de.

Und sie sind nicht nur aus Marienfeld und Harsewinkel zur Infoveranstaltung ins Bürgerhaus Marienfeld gekommen. Auch Gütersloher gehörten zu den Sympathisanten, die erstmal mehr Informationen über die Pläne für den Flughafen haben wollten. Bärbel Tophinke, Gottfried Scharpenberg und Alfred Bisping sind bei der Gründungsveranstaltung zu den Sprechern der Initiative bestimmt worden.

Sie alle sind Anwohner und wollen »kein störendes Gewerbe« vor der Haustür, so der Tenor. Was nicht bedeuten soll, dass sie gänzlich gegen die Pläne der Stadt sind, dort Gewerbe anzusiedeln. Vielmehr wünschen sie sich, dass es ein Konzept geben wird, welches sie künftig vor Industrie mit Lärm-, Licht- und Schadstoffemissionen, Tag- und Nachtschichten und hohem Lastwagen-Aufkommen schützt.

Die Bürger, die zur Veranstaltung ins Bürgerhaus gekommen waren, hatten einige Fragen im Gepäck. Ein Anwesender wollte wissen, wie sich das 200 Hektar große Naturerbe eigentlich mit dem geplanten Gewerbe verträgt. Ein anderer fragte nach den Kosten für den Abriss der Gebäude auf dem alten Militärflughafen – und ob auch der Steuerzahler dann zur Kasse gebeten werde? Es gibt viele Zweifler unter den Mitgliedern der Bürgerinitiative »Schutzgut Mensch«. Nicht alle sind für die Gewerbegebiets-Pläne und nicht alle wissen bis dato alles über diese.

»Über die Bundesstraße 513 rollen täglich 16.000 Fahrzeuge. Es sollen nochmal fast 11.000 hinzu kommen«, erklärt Scharpenberg den Anwesenden die Zahlen, die er von der Pro Wirtschaft um Albrecht Pförtner und der Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide gehört habe. Die maximale Belastung einer solchen Bundesstraße liege bei 20.000 Fahrzeugen, ergänzt Tophinke. Der Bürgerinitiative gehe es um den Erhalt der Lebensqualität, darin waren sich alle einig. Auch über die Altlasten auf dem Gelände müsse noch geredet werden, meint Gottfried Scharpenberg.

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