Di., 26.02.2019

»Die Draufgänger« eröffnen die tollen Tage – Landeier verabschieden sich drei Mal Weiberfastnacht heißt Gründonnerstag

»Die Draufgänger« rocken Donnerstag das Zelt.

»Die Draufgänger« rocken Donnerstag das Zelt.

Von Stefanie Winkelkötter

Harsewinkel (WB). Bunt werden die Karnevalstage in Harsewinkel sowieso. Am Donnerstag – Weiberfastnacht – dominiert die Farbe Grün, daher wird die Veranstaltung sogar gleich mal in Gründonnerstag umbenannt. Grund dafür ist die Band »Die Draufgänger«, die abends im Festzelt am Rathaus spielt und ihren Stimmungshit »Cordula Grün« mitbringt.

Der Hit »Cordula Grün« hat die Oktoberfeste und die Saison in den Skihütten dominiert. »Wir haben lange überlegt, ob ›Die Draufgänger‹ zum Karneval in Harsewinkel passen, aber das Feedback ist enorm«, sagt Dominik Klima von Noa Entertainment, der das bunte Treiben wieder federführend organisiert. Rückläufige Zahlen an Weiberfastnacht im Festzelt hätten dafür gesorgt, dass man mal etwas Neues ausprobieren wollte. »Wir haben schon 900 Karten abgesetzt und müssen den Vorverkauf wohl abbrechen, weil wir auf jeden Fall noch eine Abendkasse einrichten wollen«, freut sich Klima. Die Party im Festzelt beginnt um 19 Uhr. Witzig: In einem ihrer Lieder, »Johnny Deere«, gibt die Band eine Liebeserklärung an besagte Landmaschinenfirma ab. Und nun kommen die Musiker in die Welthauptstadt der Firma Claas. Klima: »Die Claas-Werbeabteilung ist informiert und hat humorvoll reagiert. Man hat uns sogar ein bisschen ausgestattet für den Abend.« Saatengrün trifft auf »Cordula Grün« – da passt der Name Gründonnerstag umso besser.

Das Zelt wird voll

Der Rathaussturm an Weiberfastnacht fällt bekanntlich aus, die heimischen Jecken wollen aber trotzdem gegen 17.30 Uhr zum Rathaus marschieren und die Bürgermeisterin mitnehmen zu Poppenborg, wo eine Schlüsselübergabe stattfinden soll. Siggi Stahlberg von den Roten Funken ruft alle Harsewinkeler Karnevalsfreunde auf, dabei zu sein.

Am Freitagnachmittag gehört das Festzelt den Kindern – die Party »Dreikäsehoch« beginnt um 15 Uhr. Die Kinderliedermacherin Lieselotte Quetschkommode gibt ein Partykonzert. Abends startet die 13. Auflage von »Karneval inklusiv«, die Party für Menschen mit und ohne Behinderung. »Wir haben schon 368 Reservierungen vorliegen, gut 100 mehr als im vergangenen Jahr. Ich denke, das Zelt wird mit 600 Gästen voll«, betont Gerhard Birth von der Lebenshilfe, bei dem ständig neue Anmeldungen von Gruppen eintrudeln. Einlass ist um 18.30 Uhr, los geht es um 19 Uhr. Gefeiert wird wieder mit einem bunten Programm, gestaltet von den Roten Funken, dem KVSL-Männerballett, den Playback-Piraten, den AUW-Dancers und natürlich den Landeiern.

Rückkehr als Spiegeleier?

Apropos Landeier: Der Auftritt beim inklusiven Karneval ist der Start der Abschiedstournee vor heimischem Publikum. Am Samstag spielt die Stimmungsband erneut im Festzelt (Beginn: 19 Uhr), am Sonntag nach dem großen Umzug durch die Innenstadt folgt der offizielle Abschied auf dem Alten Markt. Gegen 16 Uhr geht es dort los, auch das Festzelt öffnet nach dem Umzug noch einmal seine Türen. Nach 19 Jahren beziehungsweise 6709 Tagen und über 1000 Bühnenshows sagen Andi (Andreas Hanhart), Domi (Dominik Klima), Kiffi (Stefan Kiffmeier) und Elvis (Norbert Fechtelkord) vor heimischem Publikum »Tschüss«. »Dann feiern wir bis zum Gehtnichtmehr«, verspricht Klima. Gerhard Birth von der Lebenshilfe hofft übrigens, dass sich die Landeier ihr Karriereende noch einmal überlegen: »Vielleicht kommen sie ja als Spiegeleier zurück.«

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