Mi., 27.02.2019

Regierungspräsidentin Thomann-Stahl besucht Sägemühle Meier Osthoff – mit Video Gast aus Detmold schöpft Papier

Die Regierungspräsidentin packt mit an: Mit Jürgen Grützner (74, rechts) und Bernd Klügge (73) schöpft Thomann-Stahl Papier. Das Briefpapier und Kuverts werden verkauft.

Die Regierungspräsidentin packt mit an: Mit Jürgen Grützner (74, rechts) und Bernd Klügge (73) schöpft Thomann-Stahl Papier. Das Briefpapier und Kuverts werden verkauft. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Harsewinkel (WB). Wer nette Dankesbriefe an die Bezirksregierung schreibt, darf mit einem Besuch von Marianne Thomann-Stahl (64, FDP) rechnen: Die Regierungspräsidentin aus Detmold hat sich am sonnigen Dienstagmittag die restaurierte Sägemühle Meier Osthoff in Harsewinkel angeschaut. Empfangen wurde Thomann-Stahl dabei von Mitgliedern des Fördervereins, der die historische Anlage liebevoll sanierte.

Die Gelder dafür kamen auch aus Detmold. So stellte die Bezirksregierung für ein aktuell im Bau befindliches Schulungsgebäude auf dem Areal der Mühle aus dem 19. Jahrhundert Fördermittel in Höhe von 150.000 Euro bereit. Für diese großzügige Unterstützung des Projekts (Gesamtvolumen: 230.000 Euro) im Rahmen eines Landesprogramms namens Vital.NRW schickte Fördervereinsvorsitzender Theo Streffing (71) einen Dankesbrief an die Regierungspräsidentin. Die zeigte sich darüber so erfreut, dass sie spontan nach Harsewinkel kam.

Nach einem Rundgang in Begleitung von Streffing und weiteren Vereinsmitgliedern wie Hans Husmann, Theo Laumann und Hermann Greweling traf die Regierungspräsidentin auf Franz Kuckelmann, dem Eigentümer des denkmalgeschützen Ensembles an der Steinhäger Straße. Auch Harsewinkels Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (59, SPD) kam mit dem Fahrrad kurz vorbei.

150.000 Euro Zuschuss für Schulungsgebäude

Thomann-Stahl würdigte die bis in die 1980er Jahre betriebene und von 2009 an restaurierte Sägemühle als ein »Gesamtkunstwerk«, das »aus dem Nichts wiederbelebt« worden sei. In Ostwestfalen-Lippe ist die Sägemühle Meier Osthoff nach Angaben der Bezirksregierung die einzige, noch voll funktionsfähige Anlage ihrer Art. Vor diesem Hintergrund lobte Thomann-Stahl konkret das vom 2008 gegründeten Förderverein erarbeitete Nutzungskonzept der Anlage, das nach Angaben Streffings pro Jahr bis zu 5000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene anlocke.

Sägemühle beherbergt Papiermanufaktur

Leben auf die Anlage zu bringen sei notwendiges Bestreben des Fördervereins von Beginn an. Dazu zählt auch die in einem Anbau befindliche Papiermühle, in der Fachleute wie Jürgen Grützner (74) und Bernhard Klügge (73) dem Gast aus Detmold zeigten, wie edles Briefpapier handgeschöpft wird. Diese Erträge aus der kleinen Papiermanufaktur tragen nach Streffings Angaben mit dazu bei, die Projekte des Fördervereins zu finanzieren.

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