Fr., 01.03.2019

Polizei nimmt mutmaßlichen Täter in Stukenbrock fest – sexuelle Belästigungen gemeldet Jugendliche an Weiberfastnacht vergewaltigt

Eine Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und ein Exhibitionist. Die Polizei hatte zur Weiberfastnacht in Stukenbrock viel zu tun.

Eine Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und ein Exhibitionist. Die Polizei hatte zur Weiberfastnacht in Stukenbrock viel zu tun. Foto: Symbolbild

Schloß Holte-Stukenbrock/Rietberg/Harsewinkel (WB). Weiberfastnacht wurde nicht überall friedlich gefeiert. Die Polizei berichtet, dass in Stukenbrock um Mitternacht eine Jugendliche vergewaltigt worden sein soll. Der Täter soll das Mädchen mit einem Messer bedroht haben.

Die Tat geschah demnach gegen Mitternacht an der Holter Straße. Die Polizei hat den Beschuldigten in der Nähe des Tatorts angetroffen und festgenommen.

Es handelt sich um einen 24-jährigen Mann aus Bielefeld. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, heißt es in einer Mitteilung. Weitere Informationen zur Tat sind noch nicht bekannt.

Sexueller Belästigungen

Zwei weitere Strafanzeigen wegen sexueller Belästigungen wurden in Stukenbrock gefertigt. Gegen 18.40 Uhr standen demnach zwei 16- und 17-Jährige vor einem Kreditinstitut an der Hauptstraße. Hier näherten sich ihnen drei Männer, die den Mädchen körperlich immer näher kamen und sie schließlich unsittlich berührten, umarmten und küssten. Die jungen Frauen konnten sich schließlich losreißen und weglaufen.

Auch diese drei Tatverdächtigen wurden von der Polizei festgenommen. Es handelt sich um einen 20-Jährigen und zwei 21-Jährige aus Indien und Pakistan, die derzeit in Oerlinghausen leben.

Exhibitionist wird noch gesucht

Zwischen 17.20 Uhr und 18 Uhr zeigte sich ein bislang unbekannter Täter auf unsittliche Art und Weise einer Gruppe von Frauen Am Ottenhof. Die Ermittlungen zu diesem Täter dauern an.

Insgesamt erteilten die Beamten in Stukenbrock zwölf überwiegend stark alkoholisierten Personen einen Platzverweis. Da nicht alle angesprochenen Personen den polizeilichen Anweisungen folgten, wurden fünf »Narren« zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen. Vier weitere Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten wurden gefertigt.

Mehrere Tausend Gäste besuchten das Altweiberfest in Stukenbrock.

Rietberg: Mann vor dem Ertrinken gerettet

In Rietberg haben 17.000 Besucher die Altweiber-Feierlichkeiten in Rietberg besucht. Insgesamt verzeichnete die Polizei dort 27 Einsätze. Neun Personen wurden in Gewahrsam genommen; gegen zehn Teilnehmer erteilten die Beamten Platzverweise.

Insgesamt wurden elf Strafanzeigen gefertigt, davon drei wegen Körperverletzungsdelikten und eine wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Ein Mann wurde von Kräften der Bereitschaftspolizei vor dem Ertrinken gerettet. Der stark alkoholisierte Karnevalist fiel beim Urinieren in Höhe des Lind Hotels in die Ems und war nicht mehr in der Lage, selbstständig das Wasser zu verlassen. Leicht verletzt wurde er mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen 22.45 Uhr war ein 20-jähriger Mann aus Rietberg mit seinem Audi A1 auf der Mastholter Straße in Fahrtrichtung B 64 unterwegs. Etwa 50 Meter nach der Industriestraße kam er nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen zwei Bäume. Der Audi blieb hochkant, mit dem Dach am Baum gelehnt, stehen.

Der junge Fahrer, der leicht verletzt wurde, konnte sich selbstständig befreien. Während der Unfallaufnahme bemerkten die eingesetzten Polizeibeamten Alkoholgeruch in der Atemluft des Mannes. Daraufhin wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet, die im städtischen Klinikum Gütersloh entnommen wurde, wohin er zur weiteren Untersuchung eingeliefert wurde. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Der Sachschaden liegt bei 22.500 Euro.

Ruhige Feier in Harsewinkel

Die Karnevalsfeierlichkeiten in Harsewinkel , an denen etwa 1000 Gäste teilnahmen, verliefen überwiegend ruhig. Die Polizeibeamten mussten sieben Platzverweise aussprechen und eine Person in Gewahrsam nehmen. Zwei Strafanzeigen wurde gefertigt, je eine wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

In den Karnevalshochburgen wurden zudem mehrere Autofahrer angehalten und kontrolliert.

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