Fr., 08.03.2019

Unternehmer Heiner Bessmann lässt Gewässer ausbaggern – mit Video Mühlenteich ist wieder sauber

Heiner Bessmann, sein Sohn Gebhard Bessmann und dessen Tochter Amelie (7) stehen am Mühlenteich, der etwa zwei Wochen lang ausgebaggert und entschlammt worden ist. Nun kann das Wasser wieder problemlos fließen.

Heiner Bessmann, sein Sohn Gebhard Bessmann und dessen Tochter Amelie (7) stehen am Mühlenteich, der etwa zwei Wochen lang ausgebaggert und entschlammt worden ist. Nun kann das Wasser wieder problemlos fließen. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Marienfeld (WB). Rund zwei Wochen lang war das Wasser aus dem Mühlenteich hinter dem Kloster Marienfeld verschwunden. Dafür waren Bagger am Werk, die das Gewässer von Schlamm und Sand befreiten. Unternehmer Heiner Bessmann hat den idyllischen Teich säubern lassen.

»Der Mühlenteich war versandet und verschlammt«, beschreibt der 80-jährige Marienfelder den Zustand des Gewässers bis zu dem Zeitpunkt, als die Bagger anrückten. Das Wasser wurde in Absprache mit der Unteren Landschaftsbehörde abgelassen und umgeleitet, dann wurden rund 3000 Kubikmeter Modder und Schlamm aus dem von Fischen und Muscheln bewohnten Gewässer geholt. Im Anschluss wurde eine Vorsandflut angelegt, wo sich künftig zum Beispiel das von der Lutter angespülte Laub sammeln soll, so dass die Reinigung in Zukunft einfacher und kostengünstiger wird.

»Aus dem Baggergut haben wir das frühere ›Tannenbüschken‹ wiederhergestellt«, berichtet Bessmann. »Als ich ein Knabe war, war das der Ortsmittelpunkt, zur Winterzeit sind wir dort Schlitten gefahren.«

Sand wurde zum Bau der Klosterstraße gebraucht

In der Tat erhebt sich nahe des Mühlenteichs ein kleiner Hügel, der im Volksmund auch »Eierberg« genannt wird. Diesen Namen hört Bessmann nicht gern. »Wir haben wieder Tannen angepflanzt«, erzählt er. Ungefähr 1955 sei das ihm aus seiner Kindheit bekannte »Tannenbüschken« abgetragen worden, weil der Sand zum Bau der heutigen Klosterstraße gebraucht wurde, erzählt der Textilunternehmer. »Mein Vater Anton hat beim Bau geholfen.«

Weitere Pläne hat der 80-Jährige auch schon: In Kürze soll ein Weg angelegt werden, damit das neue »Tannenbüschken« gut erreichbar wird. »Es ist das Anliegen meines Vaters, den Hügel für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen«, erklärt Heiner Bessmanns Sohn Gebhard (44), der seinen Vater unterstützt. Noch müssen einige rechtliche Fragen geklärt werden, daher ist der Hügel aktuell noch gesperrt.

Früher waren vermutlich Ochsen am Werk

Angelegt werden soll der Weg von »Heiners Pättken« aus, jenem 400 Meter langen Pfad, den Bessmann vor etwa drei Jahren am Mühlenteich entlang anlegen ließ. »Der Weg war eine Herzensangelegenheit meines Vaters, er ist selbst oft dort unterwegs«, weiß Gebhard Bessmann. Der Senior hat ein Faible dafür, Historisches zu erhalten, daher ist ihm alles, was um die alte Mühle herum geschieht, wichtig. Der Mühlenteich, berichtet Heiner Bessmann, wurde einst angelegt, um die Mühle zu betreiben. Laut Marienfeld-Kenner Leonhard Sieweke entstand der Teich um 1450 herum.

»Schon früher wurde der Teich regelmäßig gesäubert, damit das Wasser genug Kraft hatte, um die Mühle in Gang zu bringen«, weiß Heiner Bessmann. »Damals waren vermutlich Ochsen am Werk, die den Schlamm herausholten.«

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