Mo., 11.03.2019

Franziska Jäger zeigt Bilder in der Stadtbücherei Kunst inspiriert von Gesichtern

Die gebürtige Greffenerin Franziska Jäger präsentiert in der Harsewinkeler Stadtbücherei in einer Einzelausstellung »Die Farben des Gesichtes«.

Die gebürtige Greffenerin Franziska Jäger präsentiert in der Harsewinkeler Stadtbücherei in einer Einzelausstellung »Die Farben des Gesichtes«. Foto: Gabriele Grund

Von Gabriele Grund

Harsewinkel (WB). Mit 13 Malereien und vier Lithografien von Franziska Jäger ist am Weltfrauentag unter dem Titel »Die Farben des Gesichtes« nicht nur eine interessante wie anregende Ausstellung in der Stadtbücherei eröffnet, sondern auch die bisher jüngste Künstlerin vorgestellt worden.

Beim Blick auf ihre künstlerischen Arbeiten wird schnell deutlich, dass die 23-Jährige zwar jung an Lebensjahren, in Sachen Malerei aber überaus versiert und erfahren ist. Wenig verwunderlich, denn die sympathische Studentin, die in Greffen aufgewachsen ist und seit 2014 an der Universität Osnabrück studiert, ihren Bachelor in Kunstgeschichte und Philosophie mit Bravour abgeschlossen hat und derzeit ihre Masterarbeit zum Thema Lithografie schreibt, hat von Kindesbeinen an stets zu den Zeichenstiften gegriffen.

50. Künstlerin in der »Galerie«-Ausstellungsreihe

Die einführenden Worte zur Vernissage hielt Frido Jakobs, der Franziska Jäger eine exzellente Malkunst mit großer Variabilität attestierte. Zusammen mit Ludger Ströker und Büchereileiterin Petra Haverkemper erfüllt er die »Galerie«, eine Kunst-Kooperation der Stadtbücherei St. Lucia und dem Kultur- und Bildungsverein Harsewinkel, seit 2012 mit Leben. Besonders freue es ihn, mit Franziska Jäger die mittlerweile 50. Künstlerin der Reihe präsentieren zu können. Bis zum 2. Mai sind ihre Bilder zu sehen.

Irgendwann mal als freischaffende Künstlerin von der Kunst leben zu können, ist derzeit Franziska Jägers großes Ziel. Sie malt bewusst verfremdete und abstrahierte Gesichter mit markanten Lebensspuren und menschliche Körper, mit denen sie gewisse Momente des Sehens verdeutlicht. Mit schnellen und pointierten Pinselstrichen entstehen Porträts von Menschen, dessen Gesichter die junge Künstlerin inspiriert haben. Unabhängig von Geschlecht oder Alter. »Bei meinen Bildern steht rein der Mensch im Fokus.« Gesichter mit Falten, Narben oder sonstigen Besonderheiten, die Franziska Jäger auf großformatigen Leinwänden, in teils düsteren Farbgebungen und abstrakten Linienführungen, verewigt hat.

Bilder eigens für diese Ausstellung geschaffen

Die Bilder in der Stadtbibliothek hat Franziska Jäger in den letzten Monaten geschaffen. »Eigentlich male ich großformatige Bilder. Weil aber in die Nischen hier nur ein bestimmtes Format gehängt werden kann, habe ich einfach neue Bilder gemacht.«

Den abbildhaften Arbeiten von Menschen und Umwelt folgten Darstellungstechniken, die malerisch und gestalterisch mit der Gegenständlichkeit spielen. Es sei nicht das anatomisch Korrekte, sondern eine von Franziska Jäger entwickelte, sehr individuelle Malweise, geprägt von einem dynamischen Malduktus und ihrer eigenen Bildsprache, skizzierte Frido Jakobs die Arbeiten. Für große Überraschung sorgte ein Bildnis, das Franziska Jäger von Ludger Ströker angefertigt hat.

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