Do., 14.03.2019

Ruben Beintmann (15) beim Stadtarchivar: Leser sollen helfen Lebt der Ur-Opa noch?

Auf diesem alten Foto ist der Urgroßvater von Ruben Beintmann zu sehen. Zusammen mit dem Harsewinkeler Stadtarchiv sucht der 15-Jährige nach Spuren seines Vorfahren. Wer ihn kannte, soll sich im Stadtarchiv oder beim WESTFALEN-BLATT melden.

Auf diesem alten Foto ist der Urgroßvater von Ruben Beintmann zu sehen. Zusammen mit dem Harsewinkeler Stadtarchiv sucht der 15-Jährige nach Spuren seines Vorfahren. Wer ihn kannte, soll sich im Stadtarchiv oder beim WESTFALEN-BLATT melden.

Harsewinkel/Bielefeld/Paderborn (WB). Der 15-jährige Ruben Beintmann ist auf der Suche nach seinem Urgroßvater. Von dem weiß er nur, dass der aus Frankreich stammte und während des Zweiten Weltkriegs in Harsewinkel als Kriegsgefangener lebte.

Da sich der Bielefelder Laborschüler sehr für Geschichte interessiert, hat er sich auf Spurensuche begeben und will recherchieren und jeder möglichen Fährte nachgehen.

»Ich weiß, dass das ein schwieriges Vorhaben ist«, sagt Ruben während seines Besuches bei Eckhard Möller im Stadtarchiv. »Denn die meisten Zeitzeugen werden gestorben oder sehr, sehr alt sein. Dennoch möchte ich nichts unversucht lassen, ihn oder die Familie ausfindig zu machen.« Von Zeitzeugen habe er gehört, dass der Franzose, der gut deutsch sprach und ein großes Interesse an Pferden hatte, möglicherweise Paul mit Vornamen hieß.

Auf dem Hof Knufinke mit Haustochter angebandelt

»Tagsüber hat er wohl auf dem Hof Knufinke in Brockhagen nahe der Harsewinkeler

Ruben Beintmann sucht nach Informationen über seinen Urgroßvater

Stadtgrenze gearbeitet und ist abends dann in das kleine Kriegsgefangenenlager zurückgekehrt«, erzählt der 15-Jährige. Das jedenfalls habe er von zwei Zeitzeuginnen gehört.

Ob es sich um das Lager Beller auf Harsewinkeler Gebiet oder ein Lager bei Kölkebeck gehandelt habe, könnten die Zeitzeuginnen nicht mit Bestimmtheit sagen. Auf jeden Fall soll er auf dem Hof Knufinke mit der dort lebenden Haustochter angebandelt haben. Aus der Beziehung ist dann eine 1944 geborene Tochter hervorgegangen, Rubens Großmutter.

Sie wurde in Paderborn geboren und ist mit ein oder zwei Jahren nach Brockhagen zurückgekehrt. Auf Nachfragen, von dem Franzosen zu erzählen, habe die Mutter keine Antwort gegeben.

Leser können sich melden

Geblieben sind einige Fotos, auf denen Rubens Urgroßvater zu sehen ist. Auf dem einen steht er in Arbeitskleidung neben dem Arbeitspferd des Bauernhofes, auf dem anderen im Sonntagsstaat vor einem Baum in der Nähe des Hofes. »Meine Hoffnung ist, dass sich doch noch jemand findet, der sich anhand der Fotos erinnert und vielleicht den Hausnamen oder auch nur den Herkunftsort, vielleicht die Region kennt«, schildert der junge Geschichtsforscher dem Stadtarchivar Möller.

Dabei helfen das Harsewinkeler Stadtarchiv und das WESTFALEN-BLATT ihm gerne. Daher bitten wir unsere Leser, sich mit dem Stadtarchiv Harsewinkel in Verbindung zu setzen, wenn sie Näheres über den auf den Fotografien abgebildeten Urgroßvater Ruben Beintmanns wissen unter Tel. 05247/935127 oder per E-Mail unter: eckhard.moeller@harsewinkel.de .

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