So., 17.03.2019

Sazerac-Jazz-Fest bietet 15 Stunden Jazz im Klosterforum, der Tenne und der Alten Abtei Alles hübsch der Reihe nach

Von Elke Westerwalbesloh

Gütersloh/Marienfeld (WB). Ab einem gewissen Alter hat man kaum noch neue Lieblingsmusik. Man hört nur noch Songs, zu denen man sich verliebt oder betrunken hat. Max Oestersötebier verspricht, dass es beim Sazerac-Jazz-Fest anders kommen wird.

»Es werden keine Melodien für die Massen, aber definitiv Songs, die keiner vergisst«, sagt er, dass die Sazerac Swingers eigens fürs Jazz-Festival mit Freddy Omar Stücke komponiert haben.

Es wird eine explosive Mischung aus New Orleans Jazz, Swing und Latin. »Es wird gefährlich und überraschend. Die Leute werden keine fünf Sekunden still stehen«, gibt sich Oestersötebier selbstbewusst. Das »Sazerac Jazz-Fest« findet am Samstag, 27. April, in der Zeit von 13 Uhr mittags bis um fünf Uhr morgens in und um die Klosterpforte statt. 15 Stunden gelebter Jazz.

Künstler kennen sich

Und das Besondere – neben der irre langen Zeit: Die Künstler kennen sich untereinander. »Wir haben nicht einfach irgendwelche Bands zusammengetragen«, erklärt auch Christian Weeke, Geschäftsführer der Agentur Legendary Nights Artists. Die Sazerac Swingers haben zu allen Bands eine persönliche Beziehung. »Mit dem Bassisten der österreichischen Band Fainschmitz habe ich im Alter von 17 Jahren schon in einer Band gespielt«, plaudert Oestersötebier locker los.

Das »Tingvall-Trio« aus Hamburg – übrigens mit einem Echo prämiert – haben die Sazeracs in Frankfurt kennen gelernt. »Sie haben sich ein komplettes Konzert von uns angehört und danach wurden wir Freunde«, freut sich Gitarrist Max.

Neben den Hamburgern wird die »Rob Henneveld Jazz Connection« aus Holland eine der Bühnen stürmen, die im Klosterforum, der Tenne und in der Alten Abtei aufgebaut werden. »Es wird aufwendig«, weiß Weeke.

1200 Besucher haben Platz

Für jede Band gebe es ein Stagekonzept und der Stagemanager müsse dann die Bühne kurzfristig umbauen, berichtet Weeke. Für »Tingvall« müsse er noch einen Flügel organisieren. Und da fällt ihm ein, dass Richie Loidl wohl auch einen braucht. Es gibt viel zu organisieren. Insgesamt 60 Künstler werden auf dem Festival sein. 1200 Besucher haben auf dem Gelände Platz. Und jeder kann jede Band hören, denn es läuft »alles hübsch nacheinander und nichts parallel«.

Und mittendrin gibt es viel zu essen. Von Chrispy-Chicken-Nuggets über die einfache Bratwurst bis zum Flammkuchen, Nudeln mit Meeresfrüchten, Eis, Donuts und zweierlei Fritten. Hotelmanager Christopher Schemmink und Team wird für die Gäste einiges abliefern. Wer die 15 Stunden optisch nicht überlebt, der kann den kostenlosen Frisör nutzen oder die Kosmetikerin auf dem Festival aufsuchen. »So wie es aussieht, haben wir auch einen Arzt vor Ort, der Hyaluron spritzt – wenn man möchte«, meint Oestersötebier und scherzt nicht. »Wir sind verrückt.« Von dieser Verrücktheit kann man sich für 49,98 Euro anstecken lassen. »So günstig sind die Tickets«, preist Weeke an, dass schon Solokonzerte dieses Preisniveau locker übersteigen.

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