Sa., 23.03.2019

Vorfall am Rande der Kardinal-von-Galen-Demonstration Politiker beleidigt Kinder

Während die Schüler vor dem Rathaus demonstrierten, muss es am Ende der kleinen Kolonne zu unschönen Szenen gekommen sein.

Während die Schüler vor dem Rathaus demonstrierten, muss es am Ende der kleinen Kolonne zu unschönen Szenen gekommen sein. Foto: Stefanie Winkelkötter

Harsewinkel (WB/sw). Wegen »ungebührlichen Verhaltens eines CDU-Ratsmitgliedes gegenüber Eltern und Schülern« am Rande der Demonstration der Kardinal-von-Galen-Schüler am vergangenen Freitag (das WESTFALEN-BLATT berichtete) hat Ratsfrau Gunhild Hinney (SPD) den Antrag gestellt, kurzfristig den Ältestenrat einzuberufen, über das Verhalten des CDU-Mannes zu urteilen und über Konsequenzen zu beraten.

Ihrem Antrag folgten im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss am Donnerstagabend alle Mitglieder von SPD, Grünen und UWG, die CDU stimmte dagegen, war aber stimmenmäßig unterlegen, so dass Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide das Gremium in Kürze einberufen wird.

»Wortwahl war unterste Schublade«

Zwei direkte Zeugen hätten sich bei ihr gemeldet und sich über das Benehmen des CDU-Mannes beklagt, der sich, so Hinney, »mit der Schuldemo offenbar nicht anfreunden« konnte. Er habe beleidigende Ausdrücke benutzt, die für die Kinder kein gutes Beispiel abgegeben hätten. Laut sozialem Netzwerk Facebook soll der Politiker geschimpft und mit Klage gedroht haben. »Seine Wortwahl gegenüber den Kindern war unterste Schublade. Gut, dass die Kleinen zu beschäftigt waren, der Bürgermeisterin zu lauschen und nicht mitbekommen haben, was er da von sich gab«, schreibt eine Mutter im Internet.

Man könne von der Demo halten was man wolle, meinte auch Gunhild Hinney. »Aber ich frage mich, warum man so ausrasten muss?« Die Kardinal-von-Galen-Schule habe eine Projektwoche zum Thema Klimaschutz veranstaltet und im Nachhinein offiziell eine Demo angemeldet, an der sich mehrere 100 Kinder und einige Eltern beteiligten. »Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein Mitglied des Rates dann so vorgeht«, kritisierte Hinney. »Ich persönlich finde es sogar sehr gut, dass die Kinder uns zeigen, was wir in der Vergangenheit falsch gemacht haben.«

Sie regte an, eine mögliche Stellungnahme des Ältestenrates dann auch öffentlich darzustellen.

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