Fr., 29.03.2019

Nach Vorfällen am Rande der Kardinal-von-Galen-Demonstration Bünnigmann entschuldigt sich

Während Harsewinkeler Schüler vor dem Rathaus demonstrierten, ist es zu unschönen Szenen gekommen. Dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Heinz Bünnigmann war vorgeworfen worden, Beleidigungen ausgesprochen zu haben. Dafür entschuldigte er sich jetzt.

Während Harsewinkeler Schüler vor dem Rathaus demonstrierten, ist es zu unschönen Szenen gekommen. Dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Heinz Bünnigmann war vorgeworfen worden, Beleidigungen ausgesprochen zu haben. Dafür entschuldigte er sich jetzt. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Harsewinkel (WB). Wegen »ungebührlichen Verhaltens« am Rande der Demonstration der Kardinal-von-Galen-Schüler hat sich am Donnerstag der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinz Bünnigmann vor dem Ältestenrat der Stadt verantworten müssen. Bünnigmann war von Eltern vorgeworfen worden, er habe am Rande der Demonstration gesagt: »Nun verstecken sich die A...löcher schon hinter ihren Kindern.« Dies habe er tatsächlich gesagt. Für die Wortwahl entschuldige er sich und dies wolle er auch öffentlich machen, sagte am Donnerstag gestern im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT: »Das geht gar nicht, das tut mir leid.«

Den Vorwurf, er habe Kinder beleidigt, belästigt oder verletzt, wies er aber weit von sich. »Das ging mir wirklich an die Nieren, ich habe zwei Kinder und möchte auch bald Großvater werden. Gerade im heutigen Klima wäre das eine Riesensauerei.« Er sei kein Freund der Klimaschutz-Demos und denke, dass die Kinder eher instrumentalisiert würden. »Aber ich habe sie nicht beleidigt, belästigt oder verletzt.«

Mit Klage habe er gedroht, so ein weiterer Vorwurf. »Das ist so nicht ganz richtig. Ich stand mit meinem Wagen auf der Münsterstraße und habe Fotos gemacht. Da kam eine Frau zu mir, die ich nicht kannte. Sie sagte, ich dürfe nicht fotografieren, ich solle ihr die Fotos ihres Kindes geben. Der Polizeibeamte, der in der Nähe stand, erklärte, dass ich das nicht müsse, dies sei eine öffentliche Demonstration, da dürfe ich fotografieren.« Die Frau sei sauer gewesen, weggegangen, später wiedergekommen und habe gefragt, was er denn für einer sei. Bünnigmann: »Da habe ich gesagt, das könne man als Beleidigung auffassen, dafür könnte ich sie verklagen. Das war aus meiner Sicht aber nur Plänkelei.«

Die Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide habe aufgrund seiner Erklärungen seine Entschuldigung angenommen, auch die übrige Runde, bestehend aus Kämmerer Heinz Niebur, den stellvertretenden Bürgermeisterinnen Pamela Westmeyer und Regina Meißner-Schlömer, SPD-Sprecher Reinhard Hemkemeyer, Grünen-Sprecherin Brunhilde Leßner, UWG-Sprecher Johannes Sieweke und als Gast Gunhild Hinney (SPD), die die Anschuldigungen in der vergangenen Woche geäußert hatte, erklärten sich einverstanden, sollte er sich auch öffentlich entschuldigen. Heinz Bünnigmann versprach, sich zu bessern.

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