Mo., 08.04.2019

Mehr als 300 Aktive beteiligen sich an der Aktion »Sauberhaftes Harsewinkel« Natur erstrahlt in neuem Glanz

Jörg Pollmeyer, Andreas Scherbaum und sein Sohn Ben (6) sind als engagierte Umweltschützer an der B513 in Harsewinkel in Höhe des Feuerwehrhauses im Einsatz. Am Straßenrand gefundener Müll landet in großen blauen Säcken.

Jörg Pollmeyer, Andreas Scherbaum und sein Sohn Ben (6) sind als engagierte Umweltschützer an der B513 in Harsewinkel in Höhe des Feuerwehrhauses im Einsatz. Am Straßenrand gefundener Müll landet in großen blauen Säcken. Foto: Gabriele Grund

Von Gabriele Grund

Harsewinkel (WB). Warum manche Menschen Wäschespinnen oder PC-Monitore einfach in der Umwelt entsorgen, wird Naturfreunden stets ein Rätsel bleiben. Seit Samstag sind diese Sünden erstmal wieder behoben. Mehr als 300 Aktive zogen im Rahmen der 15. Aktion »Sauberhaftes Harsewinkel« los, um die Natur von Unrat zu befreien.

In allen drei Ortsteilen haben große und kleine Umweltschützer aus Vereinen, Institutionen, Freundeskreisen, Glaubensgemeinschaften und Nachbarschaften dafür gesorgt, dass ihr Umfeld im neuen Glanz erstrahlt. Ausgerüstet mit Warnwesten, Müllzangen, Handschuhen und Müllsäcken, fischten die Freiwilligen Müll aus Gräben, Bachläufen, Wiesen, Wäldern, von Gehwegen und Spielplätzen. Der Harsewinkeler Ortsvorsteher und Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Toppmöller, Greffens Ortsheimatpflegerin Annette Niemeyer und Umweltberater Guido Linnemann waren begeistert von dem kollektiven Großeinsatz. Jeweils 120 Sammler wurden in Harsewinkel und Greffen gemeldet, 75 in Marienfeld.

Wäschespinnen liegen im Park

Säckeweise Haushaltsmüll, Altreifen, Fahrräder, Einwegverpackungen und auffällig viele kleine Schnapsflaschen waren von gewissenlosen Umweltsündern in der Landschaft entsorgt worden. Völlig verantwortungslos, wenn man die lange Zeit des Verrottungsprozesses von Plastik oder einer simplen Getränkedose kennt. Oder von zwei Wäschespinnen, die Sammler im Harsewinkeler Abrockspark fanden. Ein PC-Monitor war am Wiesenrain entsorgt worden, eine Metallgitterbox stand in einem Waldstück an der Rudolf-Diesel-Straße und Fahrradrahmen lagen im Wald.

Unschön war eine tote Katze, die vermutlich überfahren worden war. Zudem wurden an den bekannten »Trinkerstellen« in der Nähe von Spielplätzen, an Bänken und Rastplätzen unzählige Schnapsflaschen gefunden. Unerklärlich war für Karl- Heinz Toppmöller auch, warum Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zunächst ordnungsgemäß eintüten, die Beutel dann aber einfach wegwerfen, statt sie im nächsten Mülleimer zu entsorgen.

Kardinal-von-Galen-Schüler säubern heute den Moddenbachpark

Einen großen Dank zollte er allen aktiven Bürgern und auch den vielen Vereinsvertretern wie den Mitgliedern der Jägerschaft, den Bewohnern der Lebenshilfe-Wohngruppen, aus Schützenvereinen, der Kolpingsfamilie und von den Blumen- und Gartenfreunden, die als ehrenamtliches »Reinigungspersonal« im Einsatz waren. Die größte Gruppe bildeten mit 30 Aktiven die Mennoniten-Brüdergemeinde. Am Ende landeten mehr als zehn Kubikmeter Müll in der großen Mulde am Heimathaus, in Greffen wurden drei Kubikmeter Müll gesammelt. In Marienfeld war es etwas weniger Unrat als in den Vorjahren. Zum Abschluss der Aktion gab es Erbsensuppe und Getränke.

Besonders freut sich Ortsheimatpfleger Toppmöller, dass heute noch einmal rund 80 Kinder aus den zweiten Klassen der Kardinal-von-Galen-Schule losziehen wollen, um den Moddenbachpark von Unrat zu befreien.

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