Sa., 13.04.2019

Schwarz-Weiß Marienfeld: Stadtrat gibt 500.000 Euro für Vereinsheim-Sanierung frei Verein kann mit dem Bau beginnen

Für das Vereinsheim von Schwarz-Weiß Marienfeld hat der Rat das Geld für die Sanierung freigegeben.

Für das Vereinsheim von Schwarz-Weiß Marienfeld hat der Rat das Geld für die Sanierung freigegeben. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Marienfeld (WB). Schwarz-Weiß Marienfeld kann bald mit dem Umbau des Vereinsheims am Ruggebusch beginnen. Der Stadtrat hat einen Sperrvermerk im Haushalt aufgehoben und 500.000 Euro für die Sanierung bewilligt.

Dem Beschluss in der Sitzung am Donnerstag zugrunde lag ein Bauentwurf des 1400-Mitglieder-Vereins, der von Planern des Bauunternehmens Fechtelkord und Eggersmann erstellt worden war. Vorgesehen ist, das Gebäude so umzugestalten, dass es künftig über sechs Umkleideräume mit Duschen und Sanitäranlagen, zwei Schiedsrichterkabinen, ein Lager, Büro- und Technikräume sowie das eigentliche Clubheim verfügt. Die vorgesehene Nutzfläche beträgt 445 Quadratmeter.

Bei 500.000 Euro bleibt nicht viel Spielraum

Stadtplaner Reinhard Pawel nannte den vorliegenden Entwurf »baufachlich sehr gut umsetzbar« und »bautechnisch sehr sinnvoll«. Es sei eine der vielen Varianten, die bereits im Vorfeld besprochen worden seien. Er habe allerdings die Kostenaufstellung hinterfragt. Immerhin sind die Planer auf eine Summe von 499.997 Euro gekommen – bei 500.000 Euro, die die Stadt zur Verfügung stellt, bleibt nicht viel Spielraum. »Eine sehr knappe Berechnung«, sagte Pawel. Dem entgegnete Dieter Berheide (CDU): »Die kennen sich mit Zahlen aus.«

"

Wir werden das Projekt kritisch begleiten.

Reinhard Hemkemeyer

"

Während Brunhilde Leßner (Grüne) das ganze Thema zunächst in den Planungs- und Bauausschuss verweisen wollte (»Wir sollten nichts überstürzen, der Verein kann zunächst so weiterarbeiten wie bisher«), plädierten die anderen Fraktionen einstimmig dafür, die Mittel sofort freizugeben. Berheide: »Wir verlangen Eigenleistung vom Verein und sollten auf einen Durchlauf im Planungs- und Bauausschuss verzichten. Sonst vergibt man dem Verein die Chance, in diesem Jahr noch zu beginnen und durch Eigenleistung viel Geld zu sparen. Für solche Arbeiten muss man die Sommermonate nutzen.« Auch Reinhard Hemkemeyer (SPD) stimmte zu: »Versprochen ist versprochen. Wir werden das Projekt kritisch begleiten. Die Planungen sind ambitioniert genug.«

Kein Zuschuss vom Förderprogramm für Sportstätten in NRW

Johannes Sieweke (UWG) zeigte ebenfalls wenig Verständnis für eine weitere Verzögerung. Er ging auch auf das Thema Fördermittel ein, das einst für diese Anlage im Gespräch war. Ein Förderprogramm für Sportstätten in NRW hätte möglicherweise angezapft werden können, allerdings bezuschusst dieses Programm nur Vereine mit eigenen Anlagen. Überlegt worden war in diesem Zusammenhang, die Sportanlage am Ruggebusch auf den Verein zu übertragen. Dies kritisierte Sieweke: »Die Gelder würden zweckentfremdet.« Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide schloss diese Fördermöglichkeit für die Zukunft nicht aus, konnte sich aber auch damit anfreunden, 500.000 Euro bereit zu stellen. »Wir haben den Bedarf sehr sorgfältig geprüft«, sagte sie. Außerdem verfüge der Verein über eine große Jugendabteilung. Dies spreche ebenfalls dafür, die Sanierung zu einem großen Teil mitzufinanzieren.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6538884?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730032%2F