Di., 21.05.2019

Neue Rasengräber auf dem Harsewinkeler Friedhof sind fertig Ein Blumengruß ist nun erlaubt

Das neue Rasensarggrabfeld wurde mit Rollrasen versehen. Kerzen und Blumen können abgelegt werden.

Das neue Rasensarggrabfeld wurde mit Rollrasen versehen. Kerzen und Blumen können abgelegt werden. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Harsewinkel (WB). Das geplante neue Rasensarggrabfeld auf dem Harsewinkeler Friedhof ist bereits angelegt worden. Dadurch haben ­Trauernde zukünftig auch die Möglichkeit, Kerzen oder Trauerfloristik auf den Grabplatten abzustellen.

Bislang war dies nicht möglich, weil der Rasenmäher beim Mähen der Fläche der Einfachheit halber über die Grabplatten fuhr und Kerzen, Blumen und andere Erinnerungsstücke dem im Weg gestanden hätten. Das neue Rasensarggrabfeld ist nun aber so gestaltet worden, dass zwischen den Grabplatten Rindenmulch anstelle des Rasens verwendet wurde, so dass dort nicht gemäht werden muss und die Grabplatten folglich auch nicht mehr vom Rasenmäher überfahren werden müssen. Die Nutzungsberechtigten wurden über diese Umgestaltung und die »Duldung« kleinerer Trauerfloristik bereits informiert. »Bisher gab es ausschließlich positive Rückmeldungen«, teilt Christoph Dammann von der Stadtverwaltung mit. Er informiert die Mitglieder des zuständigen Betriebsausschusses am heutigen Dienstag ab 17 Uhr im Großen Sitzungssaal über das Thema.

Kosten für Umstrukturierung werden auf 45.000 Euro geschätzt

Die Neuanlage des Rasensarggrabfeldes sollte dazu genutzt werden, den nordwestlichen Teil des Friedhofes insgesamt zu strukturieren, so Dammann. Ein neuer Pflasterweg wurde bereits angelegt, weitere sollen folgen. Dies soll kurzfristig umgesetzt werden, damit nachträgliche Erd- und Pflasterarbeiten auf bestehenden Grabfeldern vermieden werden können. Die Kosten für die Umstrukturierung werden auf 45.000 Euro geschätzt.

48 Rasenurnengräber sollen vorgehalten werden

Die weitere Strukturierung sieht die Anlage von 40 Raseneinzelgräbern und 24 Rasendoppelgräbern vor, wobei die Gräber selbst und die Wege so geplant sind, dass bei einer geänderten Nachfrage sowohl Einzel- auch als Doppelgräber und umgekehrt vergeben werden können. Dazu sollen 48 Rasenurnengräber vorgehalten werden, ebenso eine Freifläche als Erweiterungsmöglichkeit für Rasengräber (Urne oder Sarg) und eine Erweiterungsfläche des neuen Urnengrabfeldes, das derzeit erschlossen wird. Die Fläche, die hierfür vorgesehen ist, gehört nach bisheriger Planung noch zum muslimischen Grabfeld. Weil dort seit 2010 aber nur sieben Bestattungen erfolgt sind, soll das Grabfeld verkleinert werden. 24 weitere Gräber können dort aber trotzdem noch belegt werden. Dammann: »Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre geht die Verwaltung davon aus, dass das Angebot bis auf Weiteres ausreichen wird.«

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