Do., 23.05.2019

Kolpingheim: Workshop soll Vereine und Gruppen ansprechen Raum für Ideen bieten

Von Stefanie Winkelkötter

Harsewinkel-Greffen(WB). Ins Greffener Kolpingheim soll wieder Leben einziehen. Das hat der Schul-, Kultur- und Sportausschuss in der vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen. In Kürze soll ein Workshop stattfinden, an dem sich alle Greffener Gruppen und Vereine beteiligen und ihre Wünsche und Pläne äußern können.

Im November 2015 musste die Kolpingsfamilie Greffen ihr Vereinsheim an der St.-Johannes-Grundschule Hals über Kopf räumen. Die Stadt brauchte die Räume damals, um Flüchtlinge unterbringen zu können. Mittlerweile leben aber schon längst keine Flüchtlinge mehr in dem roten Backsteinbau, die fünf dort vorübergehend untergebrachten Familien sind schon im Frühjahr 2016 wieder ausgezogen. Die Räume wurden allerdings nur zum Teil zurückgebaut, die Trennwände sind weiter vorhanden und auch die Betten sind noch nicht ausgeräumt. Der Spielmannszug »In Treue fest« probt seit Frühjahr 2017 wieder im Kolpingheim, den Musikern ist damals von der Verwaltung die Erlaubnis erteilt worden, im hinteren Raum wieder Übungsabende abzuhalten. Die Kolpingsfamilie indes wartet immer noch darauf, in ihr altes »Zuhause« zurück zu dürfen. Sie nutzt weiterhin das Pfarrheim für Versammlungen.

Zentrale Anlaufstelle für Vereine

Im März nun haben Spielmannszug »In Treue fest« und die Kolpingsfamilie gemeinsam einen Antrag ins Rathaus geschickt und die erweiterte Nutzung, Erhaltung und den Ausbau des Greffener Kolpingheims im Dachgeschoss der St.-Johannes-Schule gefordert. Ihrer Ansicht nach soll das Gebäude wieder als zentrale Anlaufstelle für vereinseigene Zwecke und Veranstaltungen genutzt werden. Die CDU-Fraktion unterstützte den Antrag und forderte einen Workshop. In dieser Hinsicht gab es nun Rückenwind von den anderen politischen Fraktionen.

»Die Vereine haben jetzt Bedarf an den Räumen, daher sollten wir zügig ein Konzept entwickeln«, sagte im Fachausschuss Günter Bruns (CDU). Auch Sandra Hoffmann (SPD) fand den Antrag gut: »Es ist klasse, dass sich die Vereine dafür interessieren, die Räume gemeinschaftlich zu nutzen.«

Den Offenen Ganztag im Hinterkopf

Die Stadtverwaltung hätte sich auch vorstellen können, zunächst den neuen Schulentwicklungsplan abzuwarten und zu schauen, ob die Räume für die Grundschule benötigt werden. »Im Hinterkopf gibt es den Gedanken, eventuell einen Offenen Ganztag in Greffen einzurichten, dafür könnte man die Räume gut nutzen«, sagte Silvia Lobert von der Schulverwaltung. Dies sahen die Politiker aber als nicht notwendig an, immerhin ist nicht geplant, an der Einzügigkeit der Schule etwas zu ändern.

Wann die Räume tatsächlich wieder für sämtliche Vereinsaktivitäten genutzt werden können, ist aber noch unklar. Immerhin muss zunächst auch noch das Dach saniert werden.

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