Sa., 25.05.2019

Umgestaltung des Heimathofes berücksichtigt Aufbau des Festplatzes Schützen müssen noch Ja sagen

Von Stefanie Winkelkötter

Harsewinkel (WB). Die Umgestaltung des Heimathofes nimmt Form an. Planerin Kathrin Meyer zu Rheda hat inzwischen Gespräche mit den heimischen Schützenvereinen und dem Kultur- und Bildungsverein geführt und deren Wünsche in die Planung eingearbeitet.

Diese Pläne sehen eine relativ große Zahl an Stellplätzen vor – 41 nämlich, die in Richtung Pavillon angelegt werden. Die vorhandene Baumgruppe in der Mitte des Heimathofes bleibt, soweit es der Zustand der Bäume mitmacht, erhalten, Autos werden in einer Art Kreisverkehr darum herumgeleitet. Diese Grünfläche soll mit Pollern abgesperrt werden, damit nicht kreuz und quer unter den Bäumen geparkt wird, sagte Meyer zu Rheda am Donnerstagabend im Planungs- und Bauausschuss. Ausnahme: Zu Schützenfestzeiten werden die Poller entfernt, damit zum Beispiel der große Grill dort aufgestellt werden kann.

Alternative sieht Fällung der Bäume vor

Apropos Schützenfest: Diese Planung soll nun noch einmal im Detail mit dem Bürgerschützen- und Heimatverein abgestimmt werden, weil geklärt werden muss, ob der Aufbau des Schützenplatzes bei dieser Gestaltung noch möglich ist. Die Hubertusschützen bauen ihren Platz immer anders auf, in dieser Hinsicht sind offenbar keine Schwierigkeiten zu befürchten.

Wenn der BSV Probleme sieht, wäre die Alternative, alle Bäume – mit Ausnahme eines einzelnen Solitärbaumes – zu fällen und stattdessen auf dem Heimathof Blumenkübel aufzustellen, die für Auflockerung sorgen. Dann müsste aber noch mehr gepflastert werden, und die Kosten würden entsprechend höher. Aktuell sind rund 700.000 Euro vorgesehen, mit weniger Bäumen und noch mehr Pflaster würde es sicher Richtung 800.000 Euro gehen, sagte die Planerin. Ein entsprechender Förderantrag soll demnächst gestellt werden.

»Ein historischer Schützenplatz«

Michael Wagner (SPD) konnte sich aber mit einer reinen Pflasterfläche nicht anfreunden und appellierte: »Lasst uns die Baumgruppe verschonen, sonst sieht der Heimathof hinterher aus wie der Aldi-Parkplatz nur mit Blumenkübeln.« Er wies zudem darauf hin, dass die Bäume Schatten spenden, und Schützenfeste sollen ja bekanntlich bei gutem Wetter gefeiert werden. Dieter Berheide (CDU) allerdings betonte im Gegenzug, dass der Heimathof ein historischer Schützenplatz sei. »Wenn die Bäume im Weg sind, muss der Platz halt entsprechend gestaltet werden.« Berheide betonte aber auch, dass der Heimathof nicht nur von den Schützen, sondern auch von anderen Menschen genutzt werden soll.

Johannes Sieweke erklärte, dass seine UWG-Fraktion Probleme damit gehabt hätte, dass hinter dem Heimathaus eine weitere Fläche versiegelt werden soll, um dort einen Busbahnhof anzulegen, damit die Busse demnächst nicht mehr auf dem Heimathof halten müssen (das WESTFALEN-BLATT berichtete). »Wäre es nicht denkbar, die Busse auf dem Heimathof zu lassen und den Autoverkehr zu unterbinden?«, fragte er. Diese Möglichkeit sah die Planerin aber nicht. Neue Bushaltestellen müssen barrierefrei gebaut werden. Auf dem Heimathof bekommt man aber Hochborde für acht Busse nicht unter.

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