Mi., 05.06.2019

Bürgerverein baut Remise für 50.000 Euro – Samstag ist Richtfest Roboter bekommt ein Zuhause

In der neuen Remise am Bürgerhaus in Marienfeld soll auch der Rasenroboter seinen Stellplatz finden. Herbert Vögeler (links) und Karl-Heinz Westbeld präsentieren den sieben mal vier Meter großen Neubau. 50.000 Euro wird er insgesamt kosten.

In der neuen Remise am Bürgerhaus in Marienfeld soll auch der Rasenroboter seinen Stellplatz finden. Herbert Vögeler (links) und Karl-Heinz Westbeld präsentieren den sieben mal vier Meter großen Neubau. 50.000 Euro wird er insgesamt kosten. Foto: Elke Westerwalbesloh

Von Elke Westerwalbesloh

Marienfeld (WB). Das Grundgerüst steht schon: Fünf Kubikmeter Holz hat der Bürgerverein bereits verbaut, um eine neue Remise hinter dem Heimathaus zu schaffen. 50.000 Euro kostet die Eichenhütte, in der auch der »Robo« einen Unterschlupf findet.

Derzeit ist der Rasenroboter noch provisorisch neben dem Container auf der Wiese unter einem Mini-Unterstand untergebracht. Karl-Heinz Westbeld und Herbert Vögeler zeigen, wo das treue Gefährt demnächst seitlich seinen eigenen Eingang in der Remise findet. Wenn er mit der Arbeit fertig ist, dann kann »Robo« direkt sein neues Zuhause ansteuern und steht im Trockenen. Natürlich hat der Bürgerverein Marienfeld dieses Projekt nicht nur wegen des »Robos« auf sich genommen. »Wir haben unsere Mülleimer, Gartengeräte und auch das Mobiliar teilweise im Container lagern müssen«, erklärt Westbeld, Schriftführer des Bürgervereins.

Container war keine Dauerlösung

Den Container dafür hat sich der Verein vorübergehend von der Familie Bessmann geliehen. »Das war natürlich keine Dauerlösung«, fügt Herbert Vögeler, ehrenamtlicher Hausmeister für das Bürgerhaus und künftig auch für die Remise, hinzu. Vorne das schmucke, neue Heim und im Garten der grüne, runzelige Container – »das konnte so nicht bleiben«.

Architekt Norbert Ströer arbeitete die Pläne für die Remise aus, das Unternehmen Vorderwisch aus Gütersloh kümmerte sich um die Statik und das Holz. Im Februar hat der Bürgerverein den Bauantrag eingereicht und im April bereits das Fundament gegossen. »Wir haben nicht ins Blaue geplant«, versichert Westbeld. Schon bei der Bauabnahme des Bürgerhauses hat der Kreis signalisiert, dass der Bau einer Remise möglich wäre, erklärt er weiter. »Damit konnten wir schon mal arbeiten.«

Viel ehrenamtliche Hilfe

An insgesamt vier Tagen wurde nun das Fundament in der Größe von sieben mal vier Metern gegossen und das Holzständerwerk gebaut. Zehn bis 15 Helfer haben ehrenamtlich mit angepackt. Und nicht nur Ehrenamtliche vom Bürgerverein – auch die Ehrengarde und Marienfelder, die dem Verein wohl gesonnen sind, haben kräftig mit angepackt.

Norbert Bierwe vom Unternehmen Holzbau Vorderwisch hat ehrenamtlich die Leitung des Baus übernommen. »Er ist Zimmermann und ohne den läuft eben nichts«, weiß Vögeler, dass die Balken schon passend zusammengefügt werden müssen. Die Remise entsteht komplett in Eigenleistung und gleicht sich optisch dem Bürgerhaus an.

Am Samstag wird der Richtkranz gehisst

Bereits am Samstag, 8. Juni, ist das Richtfest. Um 16 Uhr wird der Richtkranz an der Remise gehisst, den Sponsoren gedankt und alle Helfer mit Erfrischungsgetränken und Würstchen versorgt. Auf die Frage, was als nächstes kommt, sind sich Westbeld und Vögeler beide einig: »Wir sind mit bauen fertig«.

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