Do., 13.06.2019

450.000 Euro: Kreis berät über Ausbau der Erich-Kästner-Schule Förderschule aufstocken

Der Schulleiter der Erich-Kästner-Schule Roman Knitter hält immer noch die Bücherei für den offenen Ganztag bereit.

Der Schulleiter der Erich-Kästner-Schule Roman Knitter hält immer noch die Bücherei für den offenen Ganztag bereit. Foto: Archivfoto

Harsewinkel (WB/wes). Sie haben ihre Schülerbibliothek geräumt, um den offenen Ganztag erweitern zu können. Das sollte eine Übergangslösung an der Erich-Kästner-Schule sein. Wenn der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Kreises den Empfehlungen folgt, dann könnte die Schulbücherei im Jahr 2021 wieder Bücherei sein. Denn die Förderschule soll einen Anbau von 450.000 Euro bekommen.

Damit hätte sie nun endlich mehr Platz für die Schüler des offenen Ganztags. Darauf arbeitet Schulleiter Roman Knitter schon lange hin. Schon vor seinem Amtsantritt als neuer Schulleiter wurde 2007/2008 an der Erich-Kästner-Schule das Angebot des offenen Ganztags mit zwei Gruppen von jeweils zwölf Schülern gestartet. Mittlerweile hat sich der Ganztag dort gut etabliert und die Nachfrage in der Elternschaft steigt. Zunächst wurde 2014/15 eine Auffanggruppe mit sechs weiteren Plätzen eingerichtet. Dafür wurde die Schülerbibliothek zu einem Gruppenraum umgewandelt.

Die Erich-Kästner-Schule, wie auch andere Förderschulen im Kreis, wächst. Aktuell werden dort 63 Kinder beschult. Im Vergleich zu den Vorjahren sind des 13 Kinder mehr. »Auch die Art des Unterstützungsbedarfs hat sich stark geändert«, erklärt der Kreis Gütersloh in der Ausschussvorlage. Viele Elternhäuser seien nicht mehr in der Lage, diesen Bedürfnissen erzieherisch gerecht zu werden, heißt es weiter. Die Harsewinkeler Förderschule müsste mittlerweile die Auffanggruppe für sechs Kinder in eine dritte Gruppe mit zwölf Plätzen umwandeln. Die umfunktionierte Bücherei ist dafür zu klein. Schließlich muss auch das Mittagessen in dem Raum eingenommen werden.

So soll ein Anbau die Lösung des Problems sein: Der derzeitige OGS-Bereich soll mit einer außen liegenden Treppe aufgestockt werden. Die Aufstockung beinhaltet rund 180 Quadratmeter, darin enthalten zwei Gruppenräume von jeweils 50 Quadratmetern, sowie einen Mitarbeiterraum von 18 Quadratmetern, Verkehrsflächen von 60 Quadratmetern. Das Bielefelder Architekturbüro Daum schlägt in den Planungen den Anbau eines Treppenhauses vor.

Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 450.000 Euro. Hinzu kommen die Einrichtungskosten in Höhe von 18.000 Euro. Die Bauzeit soll fünf Monate betragen und zum Februar 2021 alles fertig sein.

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