Mo., 24.06.2019

Udo Hemmelgarn aus Harsewinkel löscht Tweet nach negativen Reaktionen Nach »Eurofighter«-Kollision: AfD-Bundestagsabgeordneter empört bei Twitter

Ein Polizeihubschrauber fliegt über einer der Absturzstellen in der Nähe von Nossentiner Hütte.

Ein Polizeihubschrauber fliegt über einer der Absturzstellen in der Nähe von Nossentiner Hütte. Foto: dpa/Twitter-Screenshot

Von Andreas Schnadwinkel

Harsewinkel (WB). Nach dem Absturz von zwei »Eurofightern« der Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern sorgte der AfD-Bundestagsabgeordnete Udo Hemmelgarn aus Harsewinkel im Kreis Gütersloh für Empörung.

Hemmelgarn schrieb am Montag nach den Abstürzen bei Twitter: »Jetzt haben wir noch ein taugliches Flugzeug. Das ›Gute‹ daran ist, dass es in der Zukunft keine weiteren Zusammenstöße in der Luft geben wird!«

Nach zahlreichen negativen Reaktionen löschte Hemmelgarn den Tweet und erklärte ihn später so: »In meinem letzten Tweet habe ich nach dem Zusammenstoß der Eurofighter auf die unbefriegende Ausrüstungssituation der Bundeswehr hingewiesen. In mehreren Meldungen, die mir vorlagen, stand: ›Piloten gerettet‹. Die Faktenlage ist jetzt augenscheinlich eine andere. Es ist furchtbar, dass ein Pilot ums Leben gekommen ist. Mein herzliches Beileid gehört den Angehörigen.« 

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann aus Bielefeld schrieb bei Twitter: »Das empört mich zutiefst. Was für eine Verachtung dieser AfD-Typ an den Tag legt.« 

Und der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Tauber meinte: »Beschämend. Gelöscht. Ohne Entschuldigung des Abgeordneten.« 

Konstantin Kuhle, innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, schrieb: »Die AfD verhöhnt die heute verunglückten Bundeswehr-Soldaten. Tiefer kann man kaum noch sinken.« 

FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff forderte Hemmelgarn  auf, sein Mandat niederzulegen. »Sie sind nicht würdig, über Einsätze unserer Soldaten und Soldatinnen abzustimmen«, schrieb der Abgeordnete per Twitter. 

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