Di., 16.07.2019

Erlebnis- und Begegnungszentrum an der Sägemühle eröffnet Keine Angst vor den Schulden

Auf dem grünen Teppich: Das neue außerschulische Lern-, Erlebnis- und Begegnungszentrum auf dem Gelände der Sägemühle von 1886 ist am Sonntag offiziell übergeben worden. Sabine Amsbeck-Dopheide, Theo Steffing, Mareike Bußkamp, Susanne Mittag, Wilhelm Gröver, Vereinsschriftführer Jürgen Grützner, Schatzmeister Friedhelm Schmitz, Günter Heidemann, Pastor Christian Subir Roy und Pfarrer Jörg Eulenstein (von links) sind bei dem Festakt an der Steinhäger Straße zugegen.

Auf dem grünen Teppich: Das neue außerschulische Lern-, Erlebnis- und Begegnungszentrum auf dem Gelände der Sägemühle von 1886 ist am Sonntag offiziell übergeben worden. Sabine Amsbeck-Dopheide, Theo Steffing, Mareike Bußkamp, Susanne Mittag, Wilhelm Gröver, Vereinsschriftführer Jürgen Grützner, Schatzmeister Friedhelm Schmitz, Günter Heidemann, Pastor Christian Subir Roy und Pfarrer Jörg Eulenstein (von links) sind bei dem Festakt an der Steinhäger Straße zugegen. Foto: Gabriele Grund

Von Gabriele Grund

Harsewinkel (WB). Der Teppich zum neuen, außerschulischen Lern-, Erlebnis- und Begegnungszentrum auf dem Gelände der Sägemühle war nicht – wie üblich – rot, sondern, von der Natur des Umfeldes beeinflusst, grün.

Auf ihm wandelten jetzt etwa 70 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kirche am Sonntagmittag zur offiziellen Eröffnung des Gebäudes an der Steinhäger Straße.

Fördermittel aus dem Landesprogramm »Vital.NRW« akquiriert

Pastor Christian Subir Roy als Vertreter der katholischen Kirche und Pfarrer Jörg Eulenstein von der evangelischen Kirche in Harsewinkel segneten das Haus. Gratulanten waren neben Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) auch Günter Heidemann von der Bezirksregierung Detmold, Wilhelm Gröver als Leiter der Abteilung Umwelt der Kreisverwaltung Gütersloh sowie Susanne Mittag (UWG), Bürgermeisterin der Gemeinde Langenberg und Vorstandsvertreterin der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) GT8, sowie Mareike Bußkamp als deren Projektmanagerin. Um wirtschaftliches und bürgerschaftliches Engagement sowie regionale Projekte und Strategien zu realisieren, sei die Lokale Aktionsgruppe Voraussetzung, denn nur so könnten Fördermittel aus dem Landesprogramm »Vital.NRW« akquiriert werden.

Restschuld beträgt nur noch etwa 40.000 Euro

Profiteur ist diesbezüglich auch die Sägemühle Meier Osthoff. Der Förderverein hatte für das insgesamt 250.000 Euro teure Schulungs- und Begegnungsgebäude im September 2018 einen Zuschuss in Höhe von 150.000 Euro durch das »Vital-NRW«-Landesprogramm erhalten. Dank zahlreicher Spenden und Eigenleistungen betrage die Restschuld jetzt nur noch etwa 40.000 Euro.

Sorge bereitet das Theo Streffing als Vorsitzender des Fördervereines der Sägemühle Meier Osthoff nicht. Man habe diverse Einkünfte, unter anderem aus der Papiermanufaktur, so dass sich die Restschulden im Laufe der Zeit minimierten.

Das Lern- und Begegnungszentrum ergänzt das Gebäude-Ensemble, bestehend aus sanierter Sägemühle und Papiermanufaktur, nicht nur optisch, sondern zukünftig auch durch vielfältige Bildungs- und Kulturangebote.

Planung einer Kammer- und Klassikmusikreihe läuft

So haben in der vergangenen Woche 80 Schüler im Alter von elf bis zwölf Jahren, aus Grundschulen in Harsewinkel und Versmold, Wissenswertes über vielfältige Energiegewinnung, Papierherstellung, Holzbearbeitung und Transmission erfahren. Aktuell ist der Harsewinkeler Pianist und Komponist Tobias Schößler mit der Planung einer Kammer- und Klassikmusikreihe beschäftigt, die von Herbst an, in unregelmäßigen Abständen, in dem neuen Begegnungszentrum stattfinden soll.

Wenn Gedanken fließen und Ideen sprudeln: Um das Haus möglich breit gefächert zu beleben, entfacht Theo Streffing einen wahren Schub an kreativer Energie. So habe man Gespräche mit einer Konditormeisterin aus Steinhagen geführt, um ein Mühlencafé an den Wochenenden einzurichten.

Eine Dichterlesung soll auch in diesem Jahr noch erfolgen. Glänzende Augen bekommt Theo Streffing, wenn er an einen kleinen Weihnachtsmarkt an der Sägemühle denkt. Für Details sei es aber noch zu früh, ließ der Vorsitzende wissen.

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide dankte allen, die zur Entstehung des Platzes für Kultur- und Naturerlebnisse beigetragen haben. »Hier können wir gemeinsam darüber nachdenken, wie wir die Zukunft gestalten wollen. Allein die Ingenieurkunst wird aber nicht reichen. Und so bin ich froh, dass auch die Naturaktivisten hier im Boot sind.«

Die Sägemühle Meier Osthoff mit der Wehranlage wurde 1886 erbaut. Zunächst mit einem Wasserrad angetrieben, erfolgte 1905 der Einbau einer Francis-Turbine. Das technische Denkmal ist von überregional herausragender dokumentarischer Bedeutung und die einzige Sägemühle im Kreis Gütersloh.

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