Do., 18.07.2019

Land sagt Fördermittel zu – Anbau soll schnell beginnen Korken knallen nach Trockendock-Entscheid

So soll das neue Trockendock aussehen.

So soll das neue Trockendock aussehen. Foto: Herzog & Kordtomeikel

Von Stefanie Winkelkötter

Marienfeld (WB). Pfarrer Martin Liebschwager war gestern in Feierstimmung. »Mein Kollege Pfarrer Eulenstein hat mich angerufen und gesagt, ich könne die Korken knallen lassen«, berichtet Liebschwager. Die Freude über die Zusage der Fördermittel für den Neubau des Jugendhauses Trockendock war riesig. Nicht nur beim Träger, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde.

Maßnahme soll 398.000 Euro kosten

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide hatte am Dienstagabend wie bereits berichtet darüber informiert, dass die Stadt mit ihrem Förderantrag erfolgreich war und aus dem Programm »Soziale Integration im Quartier« antragsgemäß 313.000 Euro fließen. Damit soll der Anbau des Jugendhauses Trockendock an die Einfachturnhalle in Marienfeld finanziert werden. Insgesamt soll die Maßnahme 398.000 Euro kosten, davon übernimmt der Kreis 50.000 Euro. Von den übrig bleibenden 348.000 Euro zahlt das Land insgesamt 313.000 Euro, aufgeteilt in fünf Jahresraten. Die Förderquote liegt bei 90 Prozent, das entspricht dem maximalen Fördersatz. Die Stadt muss nur noch die restlichen 35.000 Euro aufbringen.

Es kann direkt losgehen

Zur Vorfinanzierung sind die Mittel bereits in den Haushaltsplan eingestellt, damit muss nun keine politische Beschlussfassung mehr erfolgen, es kann direkt losgehen mit Planung und Bau. Die Verwaltung werde unverzüglich den Architekten mit der Ausführungsplanung beauftragen, um den konkreten Bauantrag für den 154 Quadratmeter großen Anbau einreichen zu können, teilte die Bürgermeisterin mit. Die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens habe die Baugenehmigungsbehörde schon bestätigt. Ist auch der Bauantrag genehmigt, folgen die Ausschreibungen. »Die Verwaltung wird alles tun, um möglichst schnell das Provisorium für das Trockendock zu beenden«, betont Sabine Amsbeck-Dopheide. »Es ist aber aufgrund der Auftragslage nicht vorauszusehen, ob und wann der Bau fertiggestellt werden kann.«

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Ende gut, alles gut.

Pfarrer Martin Liebschwager

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Die Bürgermeisterin bedankte sich bei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde als Träger »für Geduld und Vertrauen in den guten Ausgang«, bei den Mitarbeitern für ihr Engagement und bei der katholischen Kirchengemeinde für das Gastrecht, das sie dem Trockendock im katholischen Pfarrheim gewährt. Dies soll nun in absehbarer Zeit enden, wenn es nach Pfarrer Martin Liebschwager geht. »Ende gut, alles gut«, kommentierte er im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Er freute sich, dass die ganze Entwicklung nun doch noch ihr »Sahnehäubchen« bekomme. »Wir sind gut aufgestellt«, betonte er. » Unsere neue Leiterin Anna-Katharina Lindemann ist direkt durchgestartet. Sie kann von 0 auf 100 gehen, und jetzt kann sie als Leiterin die Planung begleiten und sich ihr Trockendock schnitzen, so dass es ihr gefällt.«

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Die SPD-Fraktion freut sich für die Kids in Marienfeld und den Träger, die evangelische Kirche, dass nun endlich die dauerhafte Lösung für das neue Trockendock finanziell gesichert ist. Eine lange Zeit der Ungewissheit geht nun Gott sei Dank zu Ende.

SPD-Sprecher Reinhard Hemkemeyer

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Auch in Reihen der Politik war die Freude groß. Bekanntlich war das Thema Trockendock lange ein Reizthema gewesen, Pläne beschlossen und dann wieder verworfen worden. Die Debatte in den politischen Ausschüssen wurde durchaus kontrovers geführt, so manche Unstimmigkeit trat auf. Gestern nun herrschte Einigkeit. »Die SPD-Fraktion freut sich für die Kids in Marienfeld und den Träger, die evangelische Kirche, dass nun endlich die dauerhafte Lösung für das neue Trockendock finanziell gesichert ist. Eine lange Zeit der Ungewissheit geht nun Gott sei Dank zu Ende«, erklärte SPD-Sprecher Reinhard Hemkemeyer. »Der Neubau sollte nun auch zügig verwirklicht werden.« Auch CDU-Sprecherin Dr. Angelika Wensing freute sich »riesig, dass die Jugendarbeit in Marienfeld jetzt wieder ein zu Hause findet.« Die CDU fühle sich in ihrer Position bestätigt, das Förderverfahren abzuwarten und »nicht auf eigene Kosten einfach drauflos zu bauen.« Dr. Wensing: »Die sechs Monate abwarten sparen uns 313.000 Euro. Super!«

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