Fr., 13.09.2019

»Kohlrabi-Eklat« in Harsewinkel schlägt Wellen Rewe bedauert »Kommunikationsfehler«

Im Rewe-Markt an der Alten Brockhäger Straße in Harsewinkel kam es zur Auseinerandersetzung zwischen Ingo Wolfes und dem Hausdetektiv.

Im Rewe-Markt an der Alten Brockhäger Straße in Harsewinkel kam es zur Auseinerandersetzung zwischen Ingo Wolfes und dem Hausdetektiv.

Harsewinkel (WB/sw). Der Eklat um die Kohlrabiblätter in einem Harsewinkeler Rewe-Markt schlägt weiter Wellen. Jetzt hat die Rewe-Gruppe mit einer Stellungnahme reagiert.

Zur Vorgeschichte: Rentner Ingo Wolfes hatte in dem Geschäft an der Alten Brockhäger Straße aus dem Resteeimer der Gemüseabteilung einige Kohlrabiblätter genommen, um diese an die Kaninchen seiner Enkeltochter zu verfüttern . Dies hatte er nach Absprache mit dem Marktleiter in der Vergangenheit häufiger getan, am vergangenen Freitag aber hatte ihn der Hausdetektiv angesprochen und aufgefordert, dies zu unterlassen.

Vorfall wird in Internetforen diskutiert

Es kam zu einem Wortgefecht, am Ende unterstellte der Detektiv dem 68-Jährigen einen Diebstahl. Wolfes wurde sogar mit der Polizei aus dem Laden eskortiert. Der Fall wurde auch in den Sozialen Netzwerken heiß diskutiert. Auch wenn Inhaber Stefan Alberts juristisch im Recht sei, denn alles im Markt – auch im Müll – gehört ihm, bis ein Kunde dafür bezahlt hat, monierten viele Internetuser den Umgang mit dem Rentner.

Entschuldigung für das Auftreten des Sicherheitspersonals

Die Rewe-Gruppe hat am Freitag eine Stellungnahme herausgegeben: Sprecherin Daniela Beckmann spricht von einem »Kommunikationsfehler«.

Beckmann: »Der Rewe-Kaufmann Stefan Alberts betreibt den Markt seit Ende 2016. Das Thema Nachhaltigkeit hat dabei für ihn einen hohen Stellenwert, deshalb können Kunden gerne nach vorheriger Rücksprache Grünzeug aus dem Obst- und Gemüsemülleimer der Abteilung mitnehmen. Nicht erlaubt ist dies jedoch ohne vorherige Absprache. Auch ist es nicht zulässig, das Grün von Obst- und Gemüse in der Auslage zu entfernen und die Ware danach wieder in die Auslage zu legen – soweit die allgemeine Sachlage. Für das Auftreten des Sicherheitspersonal möchten wir uns entschuldigen, dies entspricht nicht unserer Einstellung und Standard. Die Absprache von Herrn Wolfes mit dem Markleiter Jakob Marx war dem Sicherheitspersonal leider nicht bekannt. Hier werden bereits Gespräche geführt, damit dies so in Zukunft nicht mehr passieren kann. Einen Dialogversuch im Anschluss des Vorfalls ist ins Leere gelaufen, wir bedauern dies sehr. Insbesondere deswegen, da alles auf Kommunikationsfehler hinausläuft.«

Kommentare

Wenn das nun von der Marktleitung bedauert wird, frage ich mich, warum diese zunächst ohne nachzudenken in das selbe Horn gestoßen hat, wie der "Detektiv". Das Kommuniaktionsproblem geht ganz klar von der Marktleitung aus. Wer so mit Kunden umgeht, braucht sich nicht wundern, wenn irgendwann keiner mehr kommt. Da sollte man in der heutigen Zeit schon aufpassen. Wie kann man nur so drauf sein?

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