Mo., 16.09.2019

Gütersloh: Verkehrsverbände und Kommunen bereiten Reaktivierung vor TWE wird 21 Bahnübergänge schließen

Zum Start des Schienenpersonen-nahverkehrs wird die TWE 21 von 78 Bahnübergängen schließen.

Zum Start des Schienenpersonen-nahverkehrs wird die TWE 21 von 78 Bahnübergängen schließen. Foto: Stefanie Winkelkötter

Gütersloh (WB). Die Reaktivierung der Bahnstrecke Harsewinkel-Gütersloh-Verl für den Schienenpersonennahverkehr rückt näher. Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der Betreiber Teutoburger Wald Eisenbahn (TWE) kündigen gezielte Information von Anliegern, Bürgern und Interessierten an.

Zeitnah will beispielsweise die TWE direkt auf Anlieger und betroffene Grundstückseigentümer zu gehen und sie zu einem gemeinsamen Gespräch einladen. Der NWL will zu Informations- und Beteiligungsveranstaltungen einladen. Dafür soll eine Agentur ein Kommunikationskonzept erstellen und die Veranstaltungen moderieren. Drittes Standbein wird eine Internetseite sein.

Alle 350 Meter ein Bahnübergang

25,7 Kilometer lang ist die Strecke, auf der der Personennahverkehr künftig wieder rollen soll. Durch acht neue Stationen oder Haltepunkte wird mehr als 45.000 Einwohnern und 26.000 Arbeitsplätzen in einem Kilometer Radius der Anschluss an das Schienennetz geboten. Von den derzeit vorhandenen 78 Bahnübergängen müssen 21 geschlossen werden. Hierbei handelt es sich zum Großteil um private Wege und Feldzufahrten, denen andere nahegelegene Bahnübergänge Ersatz bieten. So befindet sich im Durchschnitt alle 350 Meter ein Bahnübergang.

Neben Gesprächen mit den von Schließungen betroffenen Anwohnern, hat der NWL für das Projekt eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen. So sollen ab Oktober diesen Jahres Bürger und Interessierte in Form von Informations- und Beteiligungsveranstaltungen aktiv eingebunden werden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat die TWE-Strecke in den ÖPNV-Bedarfsplan sowie den Infrastrukturfinanzierungsplan aufgenommen. Die TWE – sie befindet sich zu 100 Prozent im Besitz der Captrain Deutschland AG – kann jetzt Fördermittel beantragen und die Planung vorantreiben.

Kiss and ride

Ertüchtigung der Infrastruktur und Start des Schienenpersonennahverkehrs werden vom NWL begleitet. Ziel des ebenso einbezogenen Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) ist es, zusammen mit den drei Kommunen ein Mobilitätskonzept um die neue Bahnstrecke zu bauen, das alle Verkehrsmittel einbezieht. Relevante Punkte sind etwa Fahrrad-abstellanlagen, so genannte »Kiss-and-ride«-Plätze, Carsharing und die Anbindung von Firmen an die Bahnstrecke. Auf »Kiss-and-ride«-Plätzen vor Bahnhöfen kann man vorfahren, kurz halten und dem Mitfahrer, der seinen Zug erwischen muss, noch schnell einen Abschiedskuss geben.

Kommentare

»Kiss-and-ride« ???????

"...kurz halten und dem Mitfahrer, der seinen Zug erwischen muss, noch schnell einen Abschiedskuss geben."

AUA!!! Selten einen solchen Schwachsinn gelesen. Aber man kann immer nochmal einen draufsetzen. Alleine der Name sagt alles über den Zustand aus. So wird das nix!

1 Kommentare

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