Fr., 11.10.2019

Maria Abeck-Brandes erhält den Theo-Suer-Preis Hüterin der Pflanzen

Renate Müterthies (links) und Sonja Bolte (rechts), die sich jährlich um die Verleihung des Theo-Suer-Preises kümmern, gratulieren Maria Abeck-Brandes. Mit der 69-Jährigen wird erstmals eine Aktive aus dem Bereich Naturschutz geehrt.

Renate Müterthies (links) und Sonja Bolte (rechts), die sich jährlich um die Verleihung des Theo-Suer-Preises kümmern, gratulieren Maria Abeck-Brandes. Mit der 69-Jährigen wird erstmals eine Aktive aus dem Bereich Naturschutz geehrt. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Marienfeld (WB). Das Thema Umweltschutz macht auch vor der Jury des Theo-Suer-Preises nicht halt. Mit Maria Abeck-Brandes erhält in diesem Jahr eine Frau die Auszeichnung, die sich seit Jahren für die Natur und Umwelt einsetzt.

Alleine, aber auch zusammen mit anderen Mitgliedern der Lokalen Agenda, streift sie durch die Natur, sorgte so zum Beispiel dafür, dass Straßen NRW die Randstreifen an der B513 jetzt so mäht, dass diejenigen Pflanzen, die keine Beeinträchtigung des Straßenverkehrs darstellen, stehen bleiben. So finden Wildbienen mehr Nahrung.

Zusammen mit Schülern der Astrid-Lindgren- und der Kardinal-von-Galen-Schule hat sie Wildblumenwiesen angelegt, zusammen mit Helfern zudem die Fläche an der Sporthalle im Ruggebusch von Ampfer befreit und so die Entwicklung zur Blumenwiese und zum Insektenparadies ermöglicht.

Verleihung erfolgt am 10. November

Mit viel Herzblut hat sie die Harsewinkeler Mischung, eine spezielle Samenmischung für heimische Gefilde, entwickelt und vertreibt diese mit dem Ziel, die Menschen zu animieren, Insekten wieder Raum zu geben. Zudem kartiert sie bedrohte Pflanzen für das Land NRW. »Wenn wir das nicht machten, wüssten wir nicht, was wir an Pflanzen haben in Deutschland«, sagt sie.

Vorgeschlagen für den Preis wurde sie von Maria Spahn-Wagner und Michael Wagner mit dieser Begründung: »Sie ist unermüdlich, spricht Leute an und bittet um Mithilfe. Das gelingt ihr, weil sie mit ihrer Fachkenntnis überzeugt und den Naturschutz und nicht die optische Wirkung einer bearbeiteten Fläche als oberstes Ziel hat.« Insgesamt lagen acht Vorschläge vor, aus denen die Jury um Renate Müterthies und Sonja Bolte die Preisträgerin auswählten. Gestern wurde der Name der Geehrten bekannt gegeben, die Preisverleihung folgt am Sonntag, 10. November, um 11 Uhr im Bürgerhaus Marienfeld.

Erstmals wird eine Naturschützerin ausgezeichnet

Mit Maria Abeck-Brandes wird erstmals eine Aktive aus dem Bereich Naturschutz ausgezeichnet. Sonst waren es meist karitativ Engagierte, die den mit 750 Euro dotierten Preis erhielten, der an den Mitbegründer der heimischen SPD, Theo Suer, erinnert. Sie fühle sich geehrt, aber in dieser Rolle nicht so recht wohl, sagte Maria Abeck-Brandes – weil so viele andere auch diesen Preis verdient hätten. Das Interesse für die Natur ist ihr praktisch schon in die Wiege gelegt worden und hat sie ihr Leben lang begleitet und geprägt. Sie ist auf einem Bauernhof im Kreis Warendorf aufgewachsen, studierte später Biologie auf Lehramt, arbeitete 40 Jahre als Grundschullehrerin, davon über 30 Jahre an der Astrid-Lindgren-Schule.

Nach ihrer Pensionierung vor etwa fünf Jahren nahm Imker Manfred Müller sie mit zur Lokalen Agenda. Diese wurde von Maria Abeck-Brandes praktisch wiederbelebt und leistet nun wichtige Beiträge in Sachen Naturschutz. Auch das Preisgeld will sie für die Umwelt einsetzen – was genau sie vorhat, überlegt sie noch. Ideen hat sie aber reichlich.

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