Mo., 21.10.2019

Neues Baugebiete mit 33 Grundstücken entsteht in Marienfeld Stadt drückt aufs Tempo

In direkter Nachbarschaft des neuen Baugebietes Remse III, an der Hermann-Hohmeyer-Straße, entstehen die ersten Häuser.

In direkter Nachbarschaft des neuen Baugebietes Remse III, an der Hermann-Hohmeyer-Straße, entstehen die ersten Häuser. Foto: Stefanie Winkelkötter

Von Stefanie Winkelkötter

Harsewinkel/Marienfeld (WB). Nach wie vor steht das Thema »Erschließung neuer Baugebiete« ganz oben auf der Agenda von Stadt und Verwaltung. Das geplante Neubaugebiet Remse III in Marienfeld soll im beschleunigten Verfahren, also ohne Umweltprüfung, aufgestellt werden. Dies hat der Planungs- und Bauausschuss bei einer Enthaltung (Bündnisgrüne) beschlossen.

33 Grundstücke für Einfamilienhäuser

Während in direkter Nachbarschaft, im Baugebiet Krummer Timpen und dort an der Hermann-Hohmeyer-Straße die ersten Häuser in den Himmel schießen, drückt die Stadt auch beim neuen Baugebiet Remse III aufs Tempo. Die 33 Grundstücke für Einfamilienhäuser, sagte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide in der Sitzung, sollen schnell erschlossen und verkauft werden. Es sei so weit vorgeplant, dass bald mit der Erschließung begonnen werden könne.

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Wir hinken seit Jahren hinterher. Wir haben in den letzten Jahren nicht viel gemacht, wie stecken in einem Stau, viele Bauwillige haben Bedarf an Grundstücken. Und es ist die Aufgabe der Politik, Flächen vorzuhalten. Wir wollen, dass sich Familien vernünftig in Harsewinkel ansiedeln können.

Dieter Berheide (CDU)

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2,7 Hektar groß ist die Fläche nördlich der Holzschuhmacherstraße und der Seilerstraße. Mit dem Gebiet Remse III soll das bestehende Wohngebiet Remse erweitert werden. Klaus Hanfgarn von den Bündnisgrünen fand das Tempo der Stadt mit Blick auf die Entwicklung von Bauflächen zu schnell: »Das wird alles im Hauruck-Verfahren gemacht, es ist zu schnell und zu viel auf einmal. Ich kann da nicht mitgehen.« Dieter Berheide (CDU) widersprach vehement: »Wir hinken seit Jahren hinterher. Wir haben in den letzten Jahren nicht viel gemacht, wie stecken in einem Stau, viele Bauwillige haben Bedarf an Grundstücken. Und es ist die Aufgabe der Politik, Flächen vorzuhalten. Wir wollen, dass sich Familien vernünftig in Harsewinkel ansiedeln können.« In den vergangenen Jahren seien höchstens Lücken geschlossen, aber keine neuen Bebauungspläne aufgestellt worden. »Versuchen Sie mal, in Harsewinkel ein Haus zu kaufen. Das klappt einfach nicht.«

Außerdem, meinte Berheide, sei stets viel Grünfläche eingeplant – selbst im Gewerbegebiet Westlich der Steinhäger Straße.

Auch Johannes Sieweke (UWG) wies auf die Verpflichtung der Politik hin, den Bedarf vor Ort zu decken. Und der ist nach wie vor hoch, bestätigte Stadtplaner Reinhard Pawel: »Gerade in Marienfeld ist der Druck hoch. Die Bauplätze werden Abnehmer finden.«

Bauvorratsflächen zwischen Wippe und Heinrich-Heine-Straße

Bebauungspläne aufgestellt werden sollen zudem in Harsewinkel für den Bereich zwischen Wippe und Heinrich-Heine-Straße sowie zwischen Wippe und Langem Esch. Auch die Aufstellung dieser Bebauungspläne beschloss der Fachausschuss bei einer Enthaltung (Bündnisgrüne). In diesem Fall ist die Planung aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass demnächst die Bagger rollen könnten. Es gehe vielmehr um Bauvorratsflächen, sagte Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide.

Um diese beiden Bebauungspläne demnächst auch im beschleunigten Verfahren auf den Weg bringen zu können, muss nämlich ein Aufstellungsbeschluss und die öffentliche Bekanntmachung desselben bis zum 31. Dezember 2019 erfolgt sein.

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