40 Bürger tragen Ideen zum Städtebaulichen Entwicklungskonzept bei
Die Harsewinkeler City attraktiver machen

Harsewinkel (WB). Keine größeren Katastrophen gibt es in der Harsewinkeler Innenstadt, aber doch einige Möglichkeiten zur Verbesserung. Dies ist ein erstes Fazit nach dem Bürgerforum am Donnerstagabend im Gasthof Wilhalm. Mit Unterstützung der Büros DSK-BIG aus Bielefeld und Tischmann Loh aus Rheda-Wiedenbrück stellt die Stadt aktuell ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) auf, mit dessen Hilfe die Innenstadt attraktiver werden soll. Alle interessierten Bürger waren und sind eingeladen, daran mitzuarbeiten.

Sonntag, 01.03.2020, 08:45 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 08:50 Uhr
Der Brunnen an der St.-Lucia-Kirche rückt in den Blickpunkt der Bürger. Im Gespräch ist, den Brunnen an einen Ort zu versetzen, wo nicht so viele Autos fahren. Foto: Winkelkötter
Der Brunnen an der St.-Lucia-Kirche rückt in den Blickpunkt der Bürger. Im Gespräch ist, den Brunnen an einen Ort zu versetzen, wo nicht so viele Autos fahren. Foto: Winkelkötter

Am Donnerstagabend hatten rund 40 Tatkräftige den Weg gefunden, um ihre Ideen einzubringen. Die Themenfelder Einzelhandel und Gewerbe, Wohnen, Öffentlicher Raum und Grünflächen, Mobilität, Soziale Infrastruktur, Freizeit, Kultur und Tourismus und Klimaanpassung stehen beim ISEK besonders im Fokus. Ziel ist es, ein komplettes Konzept zu entwickeln, mit dem dann auch Fördermittel aus den entsprechenden Töpfen beantragt werden können.

Außengastronomie bei Wilhalm im Gespräch

Das Gebiet, für das das ISEK aufgestellt werden soll, reicht vom Moddenbachtal/Heimathof quer durch die Innenstadt bis zum Bahnhof. Der Heimathof soll bekanntlich sowieso umgestaltet werden, und wenn der TWE-Verkehr wieder rollt und am Bahnhof eine Mobilitätsstation entsteht, ist klar, dass auch hier etwas passiert. „Wie kommen die Leute vom Bahnhof in die Stadt?“, sei eine entscheidende Frage, sagt Stadtplaner Reinhard Pawel. „Da müssen wir sicher auch über die Jahnstraße nachdenken.“

Wichtiger Punkt war erneut der Gasthof Wilhalm, auf dessen Parkplatz über eine Außengastronomie nachgedacht werden könnte. Das große Haus an der Münsterstraße gegenüber Euronics P.A. Richter setze Maßstäbe, die in der City eigentlich nicht gewünscht seien. Einige Gebäude wie das frühere Wendland-Haus, Wilhalm oder die St.-Lucia-Kirche fallen positiv markant ins Auge. Die naturnahe Gestaltung des Baches im Moddenbachtal zumindest in Teilbereichen wurde thematisiert. Der Brunnen vor der Kirche könnte an eine Stelle versetzt werden, wo nicht so viele Autos fahren.

Parkplätze sollen erhalten bleiben

Apropos Verkehr: Angeregt wurde, über Einbahnstraßenregelungen nachzudenken. „Es wurde aber nicht befürwortet, den Verkehr komplett aus der Stadt zu holen. Gerade ältere Menschen schätzen es, mit dem Auto bis vor das Geschäft fahren zu können“, erklärte Stadtplaner Pawel. Auch eine Reduzierung der Parkplätze wurde nicht gewünscht, gleichwohl will man Radfahrern und Fußgängern mehr Raum geben. Auch einige Gebäude könnten „aufgehübscht“ werden, Privatleute könnten für Wärmedämmung oder ähnliche Maßnahmen ebenfalls Fördermittel beantragen.

Die Ideen werden nun gesammelt und voraussichtlich Ende März im Fachausschuss vorgestellt. Über die Seite www.innenstadt-harsewinkel.de können auf einem interaktiven Stadtplan Anregungen hinterlassen werden, zudem sollen im April und Mai weitere Bürgerforen stattfinden. Das ISEK soll noch vor der Kommunalwahl im September stehen.

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