Harsewinkel
„Humorarbeiter“ aus Hamm in Harsewinkel

Harsewinkel (gg) - Einfach genial: Mit einer „Obelpackung“ hat Comedian Obel  auf der Sommer-Kultur-Bühne im Biergarten der Gaststätte Vielfalt Vollgas geben. Der „Humorarbeiter“ aus Hamm bewies, dass er während der auftrittsfreien Monate von seinem kabarettistischen Können nichts eingebüßt hat.

Montag, 03.08.2020, 22:53 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 23:31 Uhr
Harsewinkel: „Humorarbeiter“ aus Hamm in Harsewinkel

Das freute die Besucher und den Veranstalter Noa-Entertainment. Die „Obelpackung“ sei sein erster Soloauftritt seit Beginn der Corona-Pandemie.

„Es fühlt sich so gut an, wieder vor Menschen zu stehen“

„Und es fühlt sich so gut an, wieder vor Menschen zu stehen“, sagte Andreas Obering (56) alias Der Obel. Es sei wichtig, „dass Künstler in diesen Zeiten auftreten können und Solidarität und Unterstützung durch Besucher erfahren.“ Interessant: Andreas Obering stellt sich für die SPD in Hamm- Rhynern auf Listenplatz eins für den Posten des Bezirksvorstehers zur Wahl. „Nur gut, dass ich nicht in Harsewinkel wohne, denn sonst wäre ich ein Konkurrent des FDP-Bürgermeisterkandidaten Andreas Hanhart, mit dem ich seit mehr als zwölf Jahren eine gute Freundschaft pflege“, scherzte Obel. Und auch Hanhart, der als Gast dabei war, lachte.

Die großen Dinge des Weltgeschehens

 Dann ging es aber ans Eingemachte. Es waren die großen Dinge des Weltgeschehens, die der Parodist, Stand-Up-Komiker und Sänger während seines rund zweistündigen Auftritts ins Visier nahm. So klärte er auf, warum das Krümelmonster keine Kekse mehr fressen darf („Es darf nur noch Gemüse, Obst und vielleicht ein Vollkorn-Cookie essen, weil es zu fett wird“). Er sang zu den Klängen des Toten-Hosen-Klassikers „In Tagen wie diesen“ einen umgetexteten Corona-Song: „Mit Blagen wie diesen – war Corona eine Horrorzeit.“ Im Kinofilm „Das Wunder von Bern“ mimte Obel den legendäre Radioreporter Herbert Zimmermann, in Harsewinkel spielte er den rund 80 Zuschauern die Bälle der Komik zu. Mit viel Beifall wurde auch der Heimwerker-Blues nach der Melodie von Roger Chapmanns „How How How“ honoriert. Es gab die „Top 10 der besten Handwerkersprüche“ auf die Ohren: „Nö, das hält!“ Oder: „In vier Wochen sieht man das nicht mehr“.

Ein ausschweifender Ikea-Bummel

Auch gab er Details über einen ausschweifenden Ikea-Bummel mit der Ehefrau zur besten Fußballzeit zum Besten. Klasse: Obel münzte Van Halens Erfolgshit „Jump“ in die eigene Fassung um: „Ich komm aus Hamm – Hamm!“ In Harsewinkel punktete der begnadete Stimmimitator auch mit witzigen Parodien von „Peter Maffay in Tralien“, Franz Beckenbauer sowie der „Fußballfachkraft“ Giovanni Trapattoni („Was isse los mit de Fußball inne Harsewinkel, warum komme Spieler nicht aus die Mascarpone…..ähm Quark. Wo liege Probleme? Wo isse Energie in Momente in Harsewinkel?“). Sozialkritisch kam der Ruhrgebiet-Song „Wunders, was für ne’ Welt“ nach der Melodie von „Wonderful World“ daher. Dabei begeisterte der Obel mit einer granatenstarken Louis-Armstrong-Stimme. Applaus, der nicht enden wollte.

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