Tönnies-Mitarbeiter könnten sich Corona im Mai bei einem Gottesdienst in Herzebrock-Clarholz eingefangen haben – aktuelle Zahlen
1331 aktive Fälle

Gütersloh (WB/du). Wie ist das Coronavirus in die Firma Tönnies gekommen? Nach Angaben des Kreises Gütersloh ist das nach wie vor unklar. Derzeit gibt es 1331 aktive Fälle in der Region.

Donnerstag, 25.06.2020, 16:44 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 17:05 Uhr
Woher kommt das Virus bei Tönnies? Foto: dpa
Woher kommt das Virus bei Tönnies? Foto: dpa

Im gesamten Kreis sind 2090 laborbestätigte Fälle erfasst (Stand 25. Juni). Davon gelten 738 (Vortrag: 722) Personen als geheilt und 1331 (1311) als noch infiziert. Von diesen 1331 Personen befinden sich 1300 in häuslicher Quarantäne.

Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit 31 Patienten (27) stationär behandelt. Davon werden fünf Personen intensivpflegerisch versorgt und zwei Personen beatmet. Die Anzahl der Todesopfer liegt nach wie vor bei 21.

Bei Gottesdienst angesteckt?

Nicht ausgeschlossen ist, dass es sich Tönnies-Mitarbeiter beim Besuch eines Gottesdienstes eingefangen haben. „Eine genaue Ursache für den Eintrag des Coronavirus in die Firma Tönnies lässt sich aus Sicht des Kreises nicht exakt und zweifelsfrei nennen“, heißt es in einer Presseerklärung.

Im Rahmen der Recherche bei Infizierten ist im Mai ein Ausbruchsgeschehen auf den Besuch einer Kirche in Herzebrock-Clarholz zurückzuführen gewesen. Es habe mehrere Infizierte gegeben, die einen direkten Bezug zu Tönnies haben. Sie hatten den Gottesdienst am 17. Mai besucht. Die Gemeinde hat laut Kreis ein sehr großes Einzugsgebiet.

„Ich habe immer gesagt: Es ist nicht klar, wer der Indexfall ist“, sagt Dr. Anne Bunte, Leiterin der Abteilung Gesundheit beim Kreis Gütersloh. Das genaue Ausbruchsgeschehen konnte bis heute noicht vollständig geklärt werden. Aus diesem Grund hatte der Kreis ein Amtshilfeersuchen erstellt. Das Robert-Koch-Institut sei dafür auch mit in Bord.

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