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Mo., 10.08.2015

200 Flüchtlinge kommen am Dienstag nach Wiedenbrück – Bürgermeister berichtet über die Vorbereitungen »Das ist keine Krise, wir begrüßen Gäste«

Unterkunft für bis zu 200 Menschen gibt ab Dienstag die Turnhalle an der Osterrath-Realschule in Wiedenbrück. Die Halle selbst wird zum Massenschlafsaal, im Geräteraum soll  ein Aufenthalts- und Speisenbereich Platz finden.

Unterkunft für bis zu 200 Menschen gibt ab Dienstag die Turnhalle an der Osterrath-Realschule in Wiedenbrück. Die Halle selbst wird zum Massenschlafsaal, im Geräteraum soll ein Aufenthalts- und Speisenbereich Platz finden. Foto: Stefan Lind

Rheda-Wiedenbrück (WB). Für Dienstagabend sind 200 Flüchtlinge angekündigt. Woher, in welcher Aufteilung? Das ist unbekannt. Fest steht nur: Es sind Kriegsflüchtlinge aus Krisenländern, die auf teils lebensgefährliche Weise Europa erreicht haben. »Warm, satt, trocken und sicher«, so benennen die Verantwortlichen des DRK die wichtigsten Aufgaben für den Aufnahmetag.

Die Kinder, Frauen und Männer kommen in der Turnhalle der Osterrath-Realschule unter. Dies sei momentan die einzig praktikable Lösung, wie Bürgermeister Theo Mettenborg am Samstag versicherte. Er wie auch die Vertreter der Kreispolizeibehörde machten bei einem Pressetermin vor Ort deutlich: »Uns sind Berge von Steinen vom Herzen gepoltert als wir die Zusage des DRK bekommen haben.« Die bekannt unermüdliche Hilfsbereitschaft, die qualifizierte Ausbildung und die mittlerweile bei anderen Notaufnahmelagern im Kreis gesammelten Erfahrungen machten das Rote Kreuz zu einem verlässlichen Partner in der Bewältigung einer Aufgabe, von der die Stadt vor einer Woche noch gar nichts wusste.

 Mettenborg: »Am Dientagmittag rief mich die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl persönlich an und gab das Amtshilfeersuchen des Landes weiter. Ab sofort seien auch mittlere Kommunen in der Pflicht.« Noch am gleichen Nachmittag tagte ein erster Krisenstab, wobei dem Bürgermeister und seinen Amtsleitern wichtig ist: »Wir haben hier keine Krise, sondern wir begrüßen Gäste in unserer Stadt.«

Weitere Einrichtungen in Lemgo, Bad Oeynhausen und Bünde

Am Abend war die Runde schon um DRK-Kreisgeschäftsführer Günter Göpfert, Vertreter von Polizei und Feuerwehr erweitert, am nächsten Morgen tagte man in einer Runde aller in den kommenden Wochen Beteiligten. Vier Kommunen wurden in Kenntnis gesetzt, Lemgo, Bad Oeynhausen und Bünde gehören wie Rheda-Wiedenbrück zu denen, die gehalten sind, umgehend Plätze einzurichten.

Aufgrund ihrer Bauweise und der Auslegung auf einen Einsatz bei Notfällen habe man die Sporthalle in Wiedenbrück ausgewählt und bei der Schulleitung großes Verständnis gefunden, sagte der Bürgermeister. Für Vereine (»Es kann auch sein, dass dann mal ein Ligaspiel ausfallen muss«) und Sportunterricht arbeite man derzeit an Ersatzlösungen. Und das wohl für einen längeren Zeitraum. »Eigentlich sollen wir bis 30. September die Auffangeinrichtung betreiben, aber wir gehen schon davon aus, dass es bis zum 31. Dezember gehen wird.«

Betreuung und Versorgung erfordert enorme Logistik

Die Flüchtlinge, die direkt aus den Grenzregionen gebracht werden und von denen niemand Alter oder Gesundheitszustand weiß, werden bei der Ankunft einem ersten medizinischen Check unterzogen. Dafür hat das DRK einen Arzt, dafür haben sich auch niedergelassene Ärzte schon als freiwillige Helfer gemeldet, so dass am Dienstag gleich fünf vor Ort sein werden.

Die Betreuung und Versorgung von bis zu 200 Menschen erfordert eine enorme Logistik und damit enorm viele Helfer. Die Ehrenamtler sind ebenso dabei wie 48 Hauptamtler kreisweit, die das DRK eigens eingestellt hat. Das DRK ist mit zwei Schichten vor Ort, acht Helfer werden ergänzt um zwei Caterer und drei Personen aus dem Sicherheitsdienst.Gesucht werden noch Dolmetscher, nicht nur für arabische Sprachen, sondern auch für englisch und französisch.

Bettenaufbau im Akkord: Etwa 30 bis 40 Sekunden brauchen Alexander Steinberg, Kai Zimmermeier und Holger Geistmeier pro Schlafstelle

Auch die Polizei wird rund um die Uhr präsent sein, »um den Flüchtlingen ein hohes Sicherheitsgefühl zu geben«, so die Vertreter der Polizeibehörde. Die Stadtverwaltung wird aus den Fachabteilungen heraus ebenfalls in der Sporthalle sein. Wie das Neben- und Miteinander von Schulbetrieb und Flüchtlingen abläuft, das weiß noch niemand voraus zu sehen. Sollte es Komplikationen geben, werden man sofort reagieren, so Mettenborg. Für ihn ist wichtig: »Keiner muss sich Sorgen machen. Wir werden das Nebenein­anderleben schaffen.«

Kommentare

das steht überhaupt nicht fest

Fest steht das der großteil illegale Einwanderer sind, die z.b Ihre Pässe wegwerfen und aus sicheren Drittstaaten hier bei uns in die Sozialsysteme einwandern wollen.
Laut Schengen und Dublin haben die alle KEIN Recht auf Asyl aber das interessiert ja niemanden mehr es sind nur noch "die Flüchtlinge" für die einfach geltendes Recht aufgehoben wird.
Die werden sicherlich sehr zufrieden sein wenn man die alle wochenlang\monatelang in Turnhallen einsperrt,das es knallen wird ist nur noch eine Frage der Zeit. Frau Merkel kann ja noch paar mehr einladen zu der Party.
Von den Kosten überhaupt nicht zu Reden die das verursachen wird, Steuern bzw. Sozialabgaben werden erhöht werden müssen und das ist auch nur eine Frage der Zeit. Träumt mal alle weiter

Nichts aus unserer Vergangenheit gelernt?

Haben wir nichts aus unserer Vergangenheit gelernt?
Warum akzeptieren und schlucken wir einfach, dass Menschen überhaupt vertrieben werden und flüchten müssen? Damals halfen hier USA, Russland, Frankreich, GB, um dem Flüchten ein Ende zu bereiten. Andererseits finde ich schade, dass man sofort als RECHTS abgestempelt wird, wenn man NICHT FremdenFREUNDlich ist und seine Ängste und Sorgen ehrlich äußerst. Wir haben doch nichts gegen "Halb-Fremde" Europäer oder uns sehr ähnliche Menschen, wie z.B. Griechen, Italiener, Türken, etc.! Warum flüchten überhaupt alle oder viele nach Deutschland? Warum flüchten die Menschen nicht nach Russland, Asien oder Afrika? Warum nehmen andere Länder gar keine auf? Wer zahlt das alles hier bei uns? Wer beschützt uns? Wer kontrolliert "Schläfer" unter den Flüchtlingen? Warum kommen fast ausschließlich junge Männer? Wo sind die Frauen, Alten und Kinder? Lassen die ganzen Männer ihre Familien dort im Stich?

Die unterschiedlichen Gesinnungen funktionieren zudem bereits in den Ländern dort doch schon nicht! Bereits jetzt haben wir Ballungsgebiete z.B. in Duisburg, aber auch überall sonst. Die Einstellung zu Sauberkeit, Ordnung, Umgang miteinander, Rechtsempfinden, etc. sind doch vollkommen anders. Ich bin weder für eine flächendeckende Verteilung mit prozentualer Anpassung an die Bevölkerung, aber auch nicht für die aktuell in den Medien als so gut funktionierend dargestellten "Konzentrationslager" in Zelten mit 2 Stunden Wartezeit für Essen und ärztlicher Mangelversorgung.

Plötzlich scheinen bisherige Probleme in der eigenen Bevölkerung, wie Defizite bei Schulbildung, steigende Kriminalität und Gewalt, Höhe der Rente, Umweltschutz, Hochwasserschutz, Verbreitung von Krankheiten (durch Globalisierung), etc. wie vom Tisch geschoben. Alles unter dem Deckmantel des demografischen Wandels. Angeblich werden "Fachkräfte" gesucht, aber wieso ist Deutschland heute das, was aus uns geworden ist nach 1945? Man hat uns in UNSEREM Land geholfen! Man hat uns mit TECHNIK und WIRTSCHAFT nach vorne gebracht! Man hat uns mit militärischer Besatzungspräsenz vor Aggressionen und "dummen Ideen" geschützt. Summiert man die Kosten für Polizei, Ärzte, Unterbringung, Sprachlehrer, Lebensmittel, Transport, etc. dann ist es doch wesentlich günstiger, in den Ländern selbst zur Not militärisch für RUHE zu sorgen.

Aktuell vermitteln wir doch den Gedanken in die Welt und vor allem an die UNRUHE-Stifter, dass es OK ist, wenn diese dort Menschen zum Flüchten bewegen. Das kann nicht das Ziel sein, dass wir das FLÜCHTEN dulden, zulassen, unterstützen und zudem den verbleibenden Terroristen in den Ländern ein freies Feld überlassen! Wer kämpft denn dann in den Ländern zukünftig gegen "kranke Ideen" und Zerstörung und Verfolgung? Bei uns gibt es genügend verschiedene Meinungen und die Demokratie, also ein bislang "gesundes" Gleichgewicht zwischen "links" und "rechts". Was passierte denn nach 1933, als alle "NICHT rechten" vertrieben und Mundtot gemacht wurden? Es wurde noch extremer und das wird in den ganzen Fluchtländern auch passieren, wenn dort keine GEGENWEHR verbleibt und durch uns unterstützt wird!

Wann ist das Faß voll

Ich frage mich wann das Faß voll ist. Wieviel sollen noch hier hinkommen? Macht sich einmal irgendwer Gedanken über die Folgen? Es werden weitere Paralellgesellschaften entstehen. Der weitaus größte Teil dieser Menschen wird nicht für sich selbst sorgen können und der Allgemeinheit auf der Tasche liegen. Was passiert nach Beendigung des Asylgrundes? Ich würde es begrüßen wenn es zu diesem Thema, das alle betrifft, endlich eine Volksabstimmung gibt und alle Fakten auf dem Tisch liegen.++ Ein Asylsuchender erhält 145 € "Taschengeld". Um diese Summe netto mehr zu haben müssen Erziehe, Kranken- und Altenpfleger wochenlang streiken. Das passt alles nicht zusammen.

Hallo,

wisst ihr, ob man sonst irgendwie helfen kann?

Gibt es andere Tätigkeiten vor Ort oder helfen Kleidungsspenden?


Gruß

Genau

Fest steht nur: Es sind Kriegsflüchtlinge aus Krisenländern, die auf teils lebensgefährliche Weise Europa erreicht haben.

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Veröffentlicht das Westfalen Blatt nun auch eine Statistik, mit einer Länderübersicht, an der man erkennt, woher die 200 Asylbewerber kommen?

5 Kommentare

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