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Sa., 10.12.2016

Energieversorger wirbt auch in Rietberg – Mobilität im Fokus Stadtwerk auf Kundenfang in der Nachbarschaft

Thorsten Fischer (links), hier auf seinem Elektroroller, sowie Theo Mettenborg sehen auch künftig ein starkes Stadtwerk.

Thorsten Fischer (links), hier auf seinem Elektroroller, sowie Theo Mettenborg sehen auch künftig ein starkes Stadtwerk. Foto: Gruhn

Rheda-Wiedenbrück  (WB/jmg). So langsam komme das Stadtwerk Rheda-Wiedenbrück aus den Kinderschuhen raus, erklärten Geschäftsführer Thorsten Fischer sowie Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister Theo Mettenborg am Freitag beim Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr.

Nach den anfänglichen Investitionen werde es »nun sehr interessant«, will Mettenborg nichts genaues zur Bilanz sagen. Das dürfte übersetzt heißen: Endlich wirft das Unternehmen Gewinne ab. Auf insgesamt etwa zwei Millionen Euro belaufe sich der Jahresumsatz, so Fischer.

Kunden auch aus den umliegenden Gemeinden

3000 Kunden hat das Stadtwerk mittlerweile – und einige davon kommen auch aus Langenberg, Herzebrock-Clarholz und Rietberg. Denn seit einiger Zeit macht der heimische Strom- und Gasversorger dort Werbung für sein Angebot. Dieses Bemühen soll laut Fischer demnächst weiter ausgebaut werden. Besonders in Rietberg dürfte man das zumindest mit Stirnrunzeln aufgenommen haben, denn schließlich feilt man dort schon seit einiger Zeit an einem eigenen Stadtwerk.

»Wir wollen natürlich keinem auf die Füße treten«, erklärt Fischer im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Deshalb habe man im Vorfeld natürlich Kontakt zur Nachbarkommune gesucht und das Vorgehen abgestimmt. Allerdings bleibt fraglich, ob die Bindung von Kunden im hart umkämpften Energiemarkt nicht eben doch der Tritt auf den Fuß ist – schließlich werden die Abnehmer wohl kaum sofort wechseln, sobald die Rietberger ihre Dienste feilbieten.

E-Mobilität wird das Schwerpunktthema

Das kommende Stadtwerk-Jahr soll laut Mettenborg und Fischer unter dem Stichwort der E-Mobilität stehen. Dazu ist auch ein passender Aktionstag am 29. April 2017 geplant, an dem unter anderem E-Fahrzeuge in einem Parcours auf dem Bahnhofsvorplatz getestet werden können. Die Energiewende sei nach wie vor das erklärte Ziel des Unternehmens, das zu 100 Prozent auf Ökostrom setze, erklärt Fischer. 2016 hätten ihre Kunden durch die Entscheidung für das Stadtwerk umgerechnet 3762 Tonnen CO 2 -Ausstoß vermieden. »Das sind etwa 70 Eisenbahnwagons voll« rechnet der Geschäftsführer vor.

Mittelfristig soll Personal eingestellt werden

Personell bleibt Stand jetzt alles beim Alten, obwohl mittelfristig auch eigene Mitarbeiter eingestellt werden sollen. Das Stadtwerk pflegt eine Zusammenarbeit mit der Energieversorgung Oelde, die 49 Prozent der Anteile hält. Für gewerbliche Kunden, die in der Stadt ansässig sind, wird es auch künftig preisgünstige Angebote geben, meint Fischer.

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