Mittel in Millionenhöhe: Besonders die Gesamtschule profitiert vom neuen Haushalt
In Rheda-Wiedenbrück wird jetzt kräftig investiert

Rheda-Wiedenbrück (WB/jmg). Der  Haushalt 2017 ist seit dem vergangenen Montagabend beschlossene Sache, im Ergebnis steht ein Minus von etwa 900 000 Euro. Dazu kommen jedoch einige dicke Investitionen in Millionenhöhe. Das WESTFALEN-BLATT erklärt die wichtigsten und größten Posten.

Donnerstag, 15.12.2016, 12:00 Uhr aktualisiert: 15.12.2016, 21:26 Uhr
Rückblick: Hier sind die Pläne für die Dreifachhalle noch Zeichnungen. Mittlerweile laufen die Arbeiten. Foto: Jan Gruhn/Archiv
Rückblick: Hier sind die Pläne für die Dreifachhalle noch Zeichnungen. Mittlerweile laufen die Arbeiten. Foto: Jan Gruhn/Archiv

Insgesamt etwas mehr als 16 Millionen Euro fließen im kommenden Jahr aus den Finanzmittelbeständen der Stadt ab. Auch wenn Konsolidierung mit dem Ziel der »schwarzen Null« im Ergebnisplan, wie in der jüngsten Ratssitzung deutlich wurde, für alle Fraktionen das einvernehmliche Ziel bleibe – Investitionen sollen laut der Mandatsträger nicht zu kurz kommen. Besonders die Schullandschaft profitiert von dieser Einstellung.

Gesamtschule

Das finanziell insgesamt wohl größte Projekt der Stadtgeschichte seit zwei Jahrzehnten findet sich auch im aktuellen Haushaltsplan wieder: die Gesamtschule. Im Oktober dieses Jahres erfolgte der Spatenstich für die neuen Gebäudeteile an der Fürst-Bentheim-Straße wie zum Beispiel die Mensa, die im Sommer 2017 stehen soll.

Insgesamt fallen im kommenden Jahr 6,2 Millionen Euro für die Baumaßnahmen und weitere Mittelbereitstellungen an. Für die Einrichtung sind noch mal 745 000 Euro vorgesehen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite rollen seit Monatsanfang die Bagger, die  neue Dreifeldhalle soll Ende 2017 bezugsfertig sein: 556 000 Euro fließen in die Sportstätte.

Tiefbau

Insgesamt etwa 2,49 Millionen Euro stehen ab Januar für die Infrastruktur und städtebauliche Weiterentwicklungen bereit. Der Ausbau der Vogelsangstraße zum Beispiel kostet 350 000 Euro, 340 000 Euro sind es für die Neugestaltung des Mühlenwalls. Der  Konrad-Adenauer-Platz  bekommt ebenfalls ein neues Antlitz. Auch wenn die Bezirksregierung Detmold ihre Unterstützung zugesagt hat, fallen dennoch Kosten in Höhe von 240 000 Euro an.

Übrigens: Der Stadtteil Rheda kommt nicht zu kurz, 15 000 Euro für Planungsleistungen zur Umgestaltung des Doktorplatzes sind mit dem neuen Haushalt ebenfalls festgezurrt worden.

Finanzanlagen

Doch die Investitionsmittel fließen nicht nur in Bauprojekte, auch für die Erschließung neuer Geldquellen sieht der Finanzplan 2017 eine ganze Menge Bares vor: 4,5 Millionen Euro nämlich. Wie bereits berichtet, strebt die Stadt damit unter anderem die Gründung einer Gasnetz-Gesellschaft an.

Bürgerhalle

Für die  neue Stadthalle spart die Stadt schon fleißig , 2019 soll Eröffnung sein – ein Kostendeckel von 14,5 Millionen Euro wurde am Montag beschlossen. Eine Million Euro wird im kommenden Jahr für den Neubau zurückgelegt.

Doch dürfte die Planung noch für Zündstoff sorgen, denn: Bauherr ist die Flora Westfalica, wie Bürgermeister Theo Mettenborg im Nachgang der Ratssitzung erklärte. Damit übernimmt die politische Steuerung des Baus vorwiegend der Aufsichtsrat der Flora – und der tagt nicht öffentlich.

Doch Mettenborg verspricht zumindest Transparenz. »Es wird Öffentlichkeit geben«, so der Verwaltungschef – voraussichtlich aber erst, wenn die ersten Skizzen vorliegen. Außerdem erinnerte er daran, dass der Reethus-Ersatz durch die Rheda-Wiedenbrücker getragen werden solle. Daher »wird es eine kreative Lösung geben, wie die Bürger sich einbringen können«, auch finanziell.

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