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Fr., 03.03.2017

Antrag für Abfall-Konzept – Stadtputztag am 18. März Grüne in Rheda-Wiedenbrück wollen Wild-Müll verhindern

Die Schüler packen beim Stadtputztag mit an – am 18. März ist es soweit. Dann räumen wieder hunderte Freiwillige den Wild-Müll im Stadtgebiet weg. Um den künftig zu vermeiden, will die grüne Ratsfraktion von der Verwaltung ein Präventions- und Sanktionskonzept erstellen lassen.

Die Schüler packen beim Stadtputztag mit an – am 18. März ist es soweit. Dann räumen wieder hunderte Freiwillige den Wild-Müll im Stadtgebiet weg. Um den künftig zu vermeiden, will die grüne Ratsfraktion von der Verwaltung ein Präventions- und Sanktionskonzept erstellen lassen. Foto: Stadt Rheda-Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück (WB/jmg). Knapp 30 Tonnen Wild-Müll musste die Stadt laut den Bündnisgrünen im Jahr 2015 beseitigen. Bis November 2016 seien es sogar etwa 34 Tonnen gewesen. Gegen die Abfallsünder will die Ratsfraktion nun vorgehen. Unter anderem mit härteren Sanktionen.

Abfall, der ohne Rücksicht zum Beispiel in öffentlichen Grünanlagen entsorgt wird, kostet Geld. »Nach Angaben der Verwaltung wird der städtische Haushalt jährlich mit mindestens 39 000 Euro für Personal- und Entsorgungskosten belastet«, rechnet die grüne Ratsherrin Sonja von Zons vor. Deshalb beantragt die Fraktion ein Konzept, das den Wild-Müll verringern soll. Die Grünen wollen die Verwaltung beauftragen, die Bürger mit einer Kampagne zu sensibilisieren.

Prävention und Aufklärung

Stadtputzer gesucht

Mehr als 1000 Menschen haben sich laut Stadtverwaltung bereits zum Stadtputztag am Samstag, 18. März, angemeldet. Dazu gehören auch bisher schon 485 Schüler und Lehrer, die in der Woche vor dem 18. März ihre blauen Säcke füllen werden. Doch es werden noch weitere Freiwillige gesucht. Fleißige Helfer können sich noch bis zum 16. März beim Fachbereich Öffentliche Sicherheit, Ordnung, Recht und Umweltanmelden unter Tel. 0 52 42/96 32 33 oder per E-Mail an umwelt@rh-wd.de anmelden.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Stadt. Da der Recyclinghof am Stadtputztag auch mit dem Sammeln beschäftigt ist, kann an diesem Tag dort kein Sperrmüll angeliefert werden.

»Die Rheda-Wiedenbrücker wünschen sich eine saubere Stadt«, heißt es in dem Antrag, der dem WESTFALEN-BLATT vorliegt. Jedes Jahr machten sich zum Stadtputztag Hunderte auf, den achtlos weggeworfenen Müll anderer zu beseitigen. Am Samstag, 18. März, ist es übrigens wieder soweit.

Mit Prävention und Aufklärung in verschiedenen Sprachen wollen die Grünen dem

Problem Herr werden. Projekte an Schulen und Kindergärten sowie Gespräche mit Einzelhandel über »To-Go-Becher« und Plastiktüten sollen Aufmerksamkeit schaffen. Geht es nach den Grünen, brauchen auch einige Hundebesitzer einen Auffrischungskursus in Sachen Entsorgung. Es solle darüber aufgeklärt werden, dass Hundekot erstens keinen gewünschten Dünger darstelle. Außerdem seien die Hundekotbeutel zweitens im Mülleimer – und nicht in der Natur – zu entsorgen.

Müll soll analysiert werden

Doch die Ratsfraktion geht noch weiter: Wild-Müll , der in großen Mengen entsorgt wurde, soll intensiv analysiert werden, »um Hinweise auf die Person zu finden, mit dem Ziel, die Anzahl und Höhe der Bußgelder zu steigern.« Auf Nachfrage habe die Verwaltung mitgeteilt, dass 2016 nur sieben Verfahren einer Ordnungswidrigkeit eingeleitet wurden. Fünf mal wurde ein Bußgeld fällig – insgesamt habe das schlappe 325 Euro eingebracht, heißt es in dem Antrag. Stärkere »Überwachung der Brennpunkte und Sanktion« sowie Info-Angebote könnten hilfreiche Maßnahmen sein, heißt es.

Zudem schlagen die Grünen vor, die Reinigungsintervalle zu überdenken: zum Beispiel an verkaufsoffenen Sonntagen oder in der Sommerzeit im Park. »Denn wo einmal was liegt, da kommt schnell noch etwas dazu«, erklärt von Zons.

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