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So., 23.04.2017

Jahresbilanz 2016 vorgestellt – Kunden sparen weiterhin Kreissparkasse reduziert die Belegschaft

Der Vorstand der Kreissparkasse, Werner Twent (54, links) und Vorsitzender Johannes Hüser (61), hat jetzt die Jahresbilanz 2016 des öffentlich-rechtlichen Geldhauses mit Sitz an der Wasserstraße 17 in Rheda-Wiedenbrück vorgelegt.

Der Vorstand der Kreissparkasse, Werner Twent (54, links) und Vorsitzender Johannes Hüser (61), hat jetzt die Jahresbilanz 2016 des öffentlich-rechtlichen Geldhauses mit Sitz an der Wasserstraße 17 in Rheda-Wiedenbrück vorgelegt. Foto: Carsten Borgmeier

Von Carsten Borgmeier

Rheda-Wiedenbrück (WB). Um sich vor den »gravierenden Auswirkungen« der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu schützen, will die Kreissparkasse Wiedenbrück weiter Personal abbauen.

Gemäß eines hausinternen, 2015 aufgestellten »Masterplans 2020« soll die Belegschaft des öffentlich-rechtlichen Kreditinstituts nach Auskunft ihrer Direktoren Werner Twent (54) und Johannes Hüser (61) in den nächsten drei Jahren um etwa 15 Beschäftigte sinken. Betroffen seien hauptsächlich Kolleginnen und Kollegen, die in den Ruhestand wechselten. Aktuell verfügt die Kreissparkasse Wiedenbrück über 345 Angestellte, 2015 waren es 351. Die Ausbildungsquote liege bei elf Prozent, solle auf diesem Niveau auch erhalten bleiben.

»Drei Mega-Themen«

Werner Twent und Johannes Hüser, die der Kreissparkasse seit 20 Jahren vorstehen, begründen ihren Masterplan mit einem Geschäftsumfeld, das sich rapide verändere. »Egal, ob wir hierbei auf die EZB-Politik der abgeschafften Zinsen schauen, die überbordenden, regulatorischen Anforderungen in Augenschein nehmen oder auf die äußerst starke und dynamisch zunehmende Digitalisierung reagieren«, sagte Direktor Hüser am Donnerstag, »jedes Thema für sich fordert bereits ein regional verankertes Kreditinstitut.« Gemeinsam aber verlangten ihnen die »drei Mega-Themen« eine Menge ab, weshalb »konsequent gearbeitet« werden müsse, so der 61-Jährige.

Dass dies im vergangenen Geschäftsjahr erneut gut gelang, lässt sich an den jetzt präsentierten Zahlen ablesen: So wuchsen bei der 1855 gegründeten Kreissparkasse 2016 die Kunden-Einlagen um 5,8 Prozent auf insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro. Trotz der Niedrigzins-Phase legten die Menschen, besonders die wohlhabenden, Geld auf die »hohe Kante«, so Werner Twent. Gegenüber dem Vorjahr 2015 verzeichnete das Kreditinstitut jedoch einen Rückgang der Einlagen um vier Prozent.

Spenden für 685.000 Euro

Im Kreditbereich registrierte die Bank einen Zuwachs um fünf Prozent, nach 4,3 Prozent 2015 und eher bescheidenen 1,5 Prozent vor drei Jahren. Demnach belaufe sich das gewerbliche wie private Kreditvolumen im Geschäftsgebiet (Rheda-Wiedenbrück, Schloß Holte-Stukenbrock, Verl, Herzebrock-Clarholz, Langenberg) derzeit auf 1,1 Milliarden Euro.

Twent und Hüser sprachen von einem »abermals überdurchschnittlichen Anstieg« der Bilanzsumme, die 2016 um 6,8 Prozent auf fast 2,5 Milliarden Euro geklettert sei. 685.000 Euro wurden an Spenden vergeben.

Zur jüngst vom Landrat Sven-Georg Adenauer (57, CDU) angeregten Fusion der Sparkassen im Kreisgebiet sagte Twent und Hüser: »Wir sind für Gespräche und Veränderungen offen.«

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