Gelungene Konzertpremiere für gemischten Chor MFG aus Rheda
Mit viel Mut zum Neuanfang

Rheda-Wiedenbrück (WB). Besinnlich, harmonisch und abwechslungsreich – treffender könnte man das erste Konzert des neu gegründeten Männer- und Frauen-Gesangvereins 2017 (MFG) nicht beschreiben. Oder anders gesagt: Die Premiere ist gelungen.

Freitag, 08.12.2017, 09:45 Uhr aktualisiert: 08.12.2017, 09:50 Uhr
Der neu gegründete Männer- und Frauen-Gesangverein 2017 (MFG), hervorgegangen aus dem MGV 1872 von Rheda, hat sich jetzt mit seinem ersten Konzert vorgestellt. Foto: Waltraud Leskovsek
Der neu gegründete Männer- und Frauen-Gesangverein 2017 (MFG), hervorgegangen aus dem MGV 1872 von Rheda, hat sich jetzt mit seinem ersten Konzert vorgestellt. Foto: Waltraud Leskovsek

»Herzlich willkommen zu unserem ersten Konzert im neuen Kleid«, begrüßte Thomas Plugge, bislang Vorsitzender des Männergesangvereins Rheda von 1872, aus dem sich der neue gemischte Chor gegründet hat. Erst im August hatte der Chor eine jahrzehntelange Tradition beendet. Im Rahmen einer Mitgliederversammlung war mehrheitlich beschlossen worden, den in den vergangenen Jahren bedingt durch Alter, Krankheit oder berufliche Gründe stetig schrumpfenden Chor in eine gemischte Singgemeinschaft umzuwandeln. Das hatte es bislang in dieser Region bei einem Chor, der nicht geistlich orientiert war, noch nicht gegeben. Seit einigen Monaten wurde gemeinsam mit den neuen Aktiven im Probenraum im Pädagogischen Musikzentrum am Werl ein neues Repertoire erarbeitet.

50 Sänger sind voller Vorfreude

Alle rund 50 Chormitglieder waren deshalb voller Vorfreude, und diese Begeisterung war bei dem kurzweiligen vorweihnachtlichen Konzert in der evangelischen Stadtkirche deutlich zu spüren. Unterstützt durch die Solomusiker Daniel Reichert (Trompete) und Christoph Grohmann (Klavier und Flügel) erlebten die Zuhörer im schön geschmückten Gotteshaus eine besinnliche Stunde Unter der Leitung von Edwin Pröm boten die Sängerinnen und Sänger Klassiker wie »Stern über Bethlehem« in moderner Form oder auch »O Tannenbaum« jazzig angehaucht. Zwischendurch gab es immer mal wieder Instrumentalstücke mit Trompete und Orgel.

Ursprünglich sollte Pfarrer Rainer Moritz zwei kleine amüsante Geschichten vorlesen, doch da er erkältet war, übernahm das ganz spontan die Sängerin Tordis Oeverhaus. Da ging es um das heikle Thema Tannenbaum und darum, dass niemand perfekt ist, und um die kindliche Geschichte rund um den Advent mit der leicht lädierten Krippe, in der Josef durch Donald Duck ersetzt wurde.

Thomas Plugge, am Ende nicht minder euphorisch als am Anfang, dankte seinen neuen Sangesschwestern und -brüdern, die mit ganz viel Spaß an der Freud in kürzester Zeit diese Lieder einstudiert hätten und dabei zu einer tollen Gemeinschaft zusammengewachsen seien. »Das macht einfach richtig Spaß«, bedankte er sich. Das Publikum dankte mit anhaltendem Applaus vielleicht auch ein bisschen für den Mut, den der ehemalige Männergesangverein an den Tag gelegt hat, indem er den Schritt wagte, zu einem gemischter Chor zu werden.

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