Mo., 01.10.2018

Elterntaxi-Haltezone für die Pius-Grundschule eingeweiht Nicht mehr bis vor die Tür

Die Eltern-Hol- und Bringzone am Südring wurde eingeweiht. Die Piusschule ist eine von fünf Pilotschulen im Kreis. Im nächsten Jahr sollen weitere hinzukommen.

Die Eltern-Hol- und Bringzone am Südring wurde eingeweiht. Die Piusschule ist eine von fünf Pilotschulen im Kreis. Im nächsten Jahr sollen weitere hinzukommen. Foto: Waltraud Leskovsek

Von Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück (WB). Am Südring in Wiedenbrück ist eine Elterntaxi-Haltezone für die nahe gelegene Pius-Grundschule eingeweiht worden.

Frank Scheffer vom Kreis Gütersloh und Bürgermeister Theo Mettenborg befestigten das noch fehlende Schild; einige Kinder aus der Piusschule malten mit Schablonen kleine gelbe Fußabdrücke auf den Gehweg, damit die Kinder auch genau wissen, wo entlang sie gehen müssen.

Das genau ist der Hintergrund dabei. Die Kinder sollen durch das Zurücklegen der letzten rund 200 Meter gestärkt werden in ihrem Selbstbewusstsein, sollen morgens ein wenig Bewegung erfahren und aufmerksamer den Verkehr erleben. Alexander Hüske von der Kreispolizei Gütersloh betonte, dass die Polizei das Pilotprojekt wohlwollend unterstützt und für großartig hält.

Bürgermeister Theo Mettenborg hofft, dass die erste positive Resonanz seit Beginn des Schuljahres auch in der dunklen Jahreszeit anhält. Die Piusschule ist eine von fünf Schulen im Kreis, die an dem Pilotprojekt teilnehmen.

Zonen mit blauer Farbe gekennzeichnet

Frank Scheffer erklärte den Hintergrund, warum es solche, speziell mit blauer Farbe markierten Hol- und Bringzonen überhaupt gibt: Immer mehr Jungen und Mädchen würden von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht, und das möglichst bis vor die Tür. Dies führe häufig zu gefährlichen Verkehrssituationen vor den Schulen.

Die Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad kämen, seien Gefahren ausgesetzt. Der Kreis Gütersloh und die Verkehrswacht Gütersloh initiierten daher das Projekt »Lass(t) uns laufen! Weniger Elterntaxis an meiner Schule«. Zusammen mit Kommunen und Kreispolizei startete das Projekt nun an fünf Pilotschulen. Damit soll nicht nur der motorisierte Verkehr im Schul- und Wohnumfeld vermindert, sondern es sollen vor allem die Kinder gestärkt werden.

Eltern arbeiten mit

Für die Festlegung der Zonen waren einige Schritte nötig. Mithilfe von anonymen Elternbefragungen wurden die Verkehrsmittel und die Wege der Kinder erfasst und analysiert. Auf Grundlage dieser Daten und Vor-Ort-Terminen mit Elternvertretern, Schulleitung, Lehrkräften, der Kreispolizei und der Kommune wurden die drei Haltezonen rund um die Piusschule festgelegt. Eine weitere befindet sich am Lümernweg und die dritte an der Heinrich-Püts-Straße.

Wichtig bei der Verkehrsführung dabei war, sie so zu legen, dass weder An- noch Abfahrt an der Schule vorbeiführt. Die Mitarbeit der Eltern war dabei ausdrücklich erwünscht. Über die Verkehrssicherheit hinaus sind gute Gründe für die Zonen, dass der eigenständig gegangene Schulweg den Kindern wertvolle persönliche Erlebnisse bringt.

Die Konrektorin der Piusschule Katja Kelker kann bislang nur Positives berichten. »Es ist deutlich ruhiger und das Verkehrsaufkommen rund um die Schule hat sich sichtbar entspannt«, erklärte sie. Damit es so bleibt hat, die Piusschule vorgesorgt. Für jedes Kind, das morgens die zu Fuß alleine ohne Elternbegleitung kommt, gibt es einen kleinen Zauberstern. Hat die Klasse 100 Zaubersterne gesammelt, gibt es eine Spielstunde.

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