Do., 11.10.2018

Zoll überprüft Versandhändler in Oelde – mehrere Personen mit gefälschten Pässen Schwarzarbeit auf Amazon-Baustelle

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: dpa

Oelde (dpa/WB). Bei einer Kontrolle auf der Großbaustelle des Versandhändler-Riesens Amazon in Oelde hat das Hauptzollamt Bielefeld bei insgesamt neun Arbeitern einen illegalen Aufenthalt festgestellt. Auch sollen dort zwei Schwarzarbeiter beschäftigt gewesen sein, die jetzt der Ausländerbehörde übergeben wurden.

Nach Angaben der Beamten sollte mit rund 30 Einsatzkräften überprüft werden, ob die angetroffenen Arbeitnehmer ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet wurden und ob ausländische Arbeiter die entsprechenden Aufenthalts- bzw. Arbeitsgenehmigungen vorweisen konnten.

Sieben Personen mit gefälschten Pässen

Die Zöllner trafen rund 145 Arbeiter an, die hauptsächlich als Eisenflechter tätig waren oder Betonarbeiten ausführten. Sieben Personen legten als Ausweis griechische Pässe vor. Die Überprüfung ergab, dass es sich dabei um Fälschungen handelte. Mit den gefälschten Ausweisen wollten sie den Anschein erwecken, EU-Bürger und damit von der Arbeitsgenehmigungspflicht befreit zu sein, so das Hauptzollamt. Zusätzlich mussten auch ein Weißrusse und ein Albaner der Ausländerbehörde des Kreises Warendorf übergeben werden, da sie weder über eine Aufenthaltsgenehmigung noch eine Arbeitserlaubnis für Deutschland verfügte. Eine Ausweisung ist zu erwarten.

Bei den übrigen Arbeitern werden die Arbeitsverhältnisse, insbesondere deren Entlohnung als auch die rechtmäßige Entsendung noch genau ermittelt. Falls sich die festgestellten Anhaltspunkte für Verstöße gegen Mindestlohngesetz, der Verdacht des Vorenthaltens von Sozialversicherungsbeiträgen, der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der Steuerhinterziehung erhärten sollten, drohen auch den Arbeitgebern Strafverfahren und Bußgeldverfahren, so das Hauptzollamt weiter. Mit einer Wiederholungskontrolle durch den Zoll ist zu rechnen.

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