So., 13.01.2019

Presbyterium der Versöhnungs-Kirchengemeinde feiert Geburtstag Erste Sitzung vor 400 Jahren

Das aktuelle Presbyterium stellt sich für ein Gruppenfoto auf. Dieses Gremium hat in der Stadt Rheda-Wiedenbrück eine 400-jährige Geschichte. Die Versöhnungs-Kirchengemeinde lädt zu einem Festgottesdienst und einem Empfang ein.

Das aktuelle Presbyterium stellt sich für ein Gruppenfoto auf. Dieses Gremium hat in der Stadt Rheda-Wiedenbrück eine 400-jährige Geschichte. Die Versöhnungs-Kirchengemeinde lädt zu einem Festgottesdienst und einem Empfang ein. Foto: Waltraud Leskovsek

Von Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück kann nicht nur auf eine fast 500-jährige Geschichte zurückblicken, sondern 2019 auch ein besonderes Jubiläum feiern: Das Presbyterium wird 400 Jahre alt.

Am 12. Januar 1619 wurde das Leitungsgremium der damaligen Kirchengemeinde Rheda durch Graf Adolf (1577-1628) berufen. Am 20. Januar 1619 hat das Consistorium, wie es damals hieß, zum ersten Mal getagt.

Aus diesem Anlass lädt die Versöhnungs-Kirchengemeinde für diesen Sonntag, 13. Januar, zu einem Festgottesdienst mit Abendmahl und einem anschließenden Empfang in das Gemeindehaus Rheda ein. Beginn ist um 10 Uhr.

»Wir wollen dann auch auf das neue Jahr anstoßen. Feiern Sie mit – mit den Mitgliedern des jetzigen Presbyteriums und allen anwesenden ehemaligen Presbyterinnen und Presbytern«, freut sich Pfarrer Rainer Moritz.

Gründungsprotokoll existiert noch

Das Gründungsprotokoll und auch das Protokoll der ersten Presbyteriumssitzung sind noch erhalten, teilt der Rheda-Wiedenbrücker Pfarrer mit. Festgehalten ist, welche Mitglieder vom Grafen berufen wurden. Dazu gehörte auch Bernhardus Holtermann, dessen Frau 1616 die kunstvoll gestaltete Taufschale aus Messing gestiftet hat. Bis heute ist sie noch in Gebrauch. Auch so manche Regelung von damals hat sich bis heute erhalten: Pfarrer und Berufene bilden das Presbyterium als geistliche Leitung der Gemeinde. Das Gremium soll monatlich zusammenkommen und »von den Kirchensachen miteinander kommunicieren und sich beratschlagen«. Jede Sitzung soll protokolliert werden. Die Mitglieder und der Vorsitz wechseln in regelmäßigen Abständen.

Mit der gemeinsamen Leitung der Gemeinde durch Pfarrer und Nichtgeistliche hat sich das reformatorische Gemeindeverständnis durchgesetzt. »Wir feiern also die Einführung der presbyterialen Ordnung unserer Gemeinde«, erläutert Pfarrer Rainer Moritz, der mit Pfarrerin Sarah Töws zusammen den Gottesdienst gestaltet.

Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes liegt in den Händen des CVJM-Posaunenchores unter der Leitung von Joachim Schröder und Tatjana Nickel am Flügel.

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